"Deutsche Propaganda kinderleicht": Russlands Außenamt kritisiert "Welt" und "Deutsche Welle"

"Deutsche Propaganda kinderleicht": Russlands Außenamt kritisiert "Welt" und "Deutsche Welle"
Das Hauptstudio des Senders Deutsche Welle in Berlin.
Die Welt lieferte einen Beitrag, der RT Deutsch und Sputnik Deutschland demontieren sollte, einer der vielen. Das russische Außenamt ließ es diesmal nicht ungeschehen. Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti dokumentierte die Gegendarstellung.

Diese geht aus der entsprechenden Mitteilung hervor, die die Behörde am Freitag auf ihrer Webseite veröffentlichte. Die Kritik des russischen Außenministeriums bezieht sich auf den Artikel „Russische Propaganda kinderleicht", der in der „Welt am Sonntag" am 2. Juni erschienen war. Als dieser Beitrag geschrieben wurde, ließ sich der Artikel allerdings nicht abrufen.

Die Hauptbotschaft des Artikels in der „Welt" heißt: RT Deutsch und Sputnik würden in Deutschland keinen Journalismus, sondern primitive prorussische Staatspropaganda betreiben. Die Zeitung legt die „beste" Methode nahe, mit der dieses „Problem" gelöst werden könnte, und zwar die beiden Quellen zu boykottieren", heißt es in der Mitteilung.

Das Außenministerium nutzte in ihrer Stellungnahme auch Screenshots der entsprechenden Welt-Webseite .

Das russische Außenamt verwies erneut darauf, dass RT-Deutsch- und Sputnik-Journalisten in der BRD offiziell akkreditiert sind und ihre Berufstätigkeit im strengen Einklang mit den geltenden Gesetzen ausüben.

Ihre Arbeit ist absolut legitim, und es hat keine Beanstandungen gegenüber ihnen vonseiten der Behörden gegeben", betonte das Außenministerium.

Das russische Außenamt bezweifelte zudem, ob die Vorwürfe der Welt-Redaktion an russische Medien berechtigt seien, während die Mitarbeiter der „Welt" selbst verpflichtet seien, „das transatlantische Bündnis zu unterstützen und ihre Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika zu zeigen".

Außerdem machte das Außenministerium auf die aufdringliche Reklame der russischen Redaktion eines anderen deutschen Mediums aufmerksam, und nämlich der „Deutschen Welle", die russische Internet-Nutzer nicht unbeachtet lassen.

„Lauter Feinde um Russland herum? Dann müssen sie hierher. Nachrichten ohne Verschönerungen oder Hysterie", zitiert die Behörde den Slogan der DW Russian.

Wir glauben, dass diese Marketing-Methode eine einzig richtige Definition verdient, und nämlich „Deutsche Propaganda kinderleicht", fassen russische Diplomaten zusammen.

​Das russische Außenministerium hatte mehrmals Informationen dementiert, die in den westlichen Medien veröffentlicht wurden. Dazu entstand sogar auf der offiziellen Webseite der Behörde eine neue Sparte, in der Falschmeldungen ausländischer Medien publiziert und somit öffentlich entlarvt werden.

 

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