Studie in Deutschland: Über 50 Prozent muslimischer Flüchtlinge haben antisemitische Ansichten

Studie in Deutschland: Über 50 Prozent muslimischer Flüchtlinge haben antisemitische Ansichten
Ein Mann mit einer Kippa steht vor dem Brandenburger Tor und wartet auf den Beginn einer Demonstration gegen Antisemitismus, Berlin, Deutschland, 14. September 2014.
Eine Studie in Bayern ergab, dass mehr als die Hälfte der Asylbewerber antisemitische Ansichten teilt. 800 Flüchtlinge aus Syrien, Eritrea, dem Irak und Afghanistan nahmen an der Untersuchung teil. Ein geringer Anteil lehnte religiös motivierte Gewalt nicht ab.

Die Studie wurde von der Hanns-Seidel-Stiftung durchgeführt. Die Stiftung steht der CSU nahe. Ingesamt 800 Flüchtlinge nahmen 2016 an der Untersuchung in Nürnberg, Point und Pliening (beides Landkreis Ebersberg) teil. Sie kamen aus Syrien, Eritrea, dem Irak und Afghanistan.

Auf die Frage hin, ob Juden zu viel Einfluss in der Welt hätten, bejahten 51 Prozent der Syrer diese Frage, 53 Prozent der Iraker stimmten hiermit ebenfalls überein. Nahezu 60 Prozent der Afghanen sagten, dass Juden zu viel Einfluss hätten, während nur 5,4 Prozent des überwiegend christlich geprägten Eritreas zustimmten. Auszug aus der Studie: 

Während Befragte aus Eritrea und Afghanistan (männlich, jung, vorrangig ledig) sich als sehr religiös empfinden, spielt Religion für Syrer und Iraker, die mehrheitlich im Familienverband geflohen sind und somit älter sind, eine eher untergeordnete Rolle.

Eine weitere Studie aus dem Monat April brachte zu Tage, dass innerhalb der deutschen Staatsbürger 40 Prozent gegen den israelischen Staat sind.

Flüchtlinge während einer Rettungsaktion im Mittelmeer, 20. Oktober 2016.

Das Ergebnis der Hanns-Seidel-Studie ergab auch, dass 80 Prozent der Eritreer, die Religion vor staatliche Gesetze stellt:

Die Befolgung der Gebote meiner Religion ist für mich wichtiger als die Befolgung staatlicher Gesetze.

Rund 2,7 Prozent der Befragten lehnte die Gewalt aus religiöser Überzeugung nicht ab. Rund 20 Prozent der syrischen Flüchtlinge gaben an, nach dem Krieg, wieder in ihre Heimat zurückkehren zu wollen.  

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