Während Beratung zum Parteiprogramm: SPD-Parteizentrale wegen verdächtigem Gegenstand evakuiert

Während Beratung zum Parteiprogramm: SPD-Parteizentrale wegen verdächtigem Gegenstand evakuiert
Die Parteizentrale der deutschen Sozialdemokraten in Berlin ist am Montag wegen des Funds eines verdächtigen Gegenstands von der Polizei geräumt worden.

Eine Parteisprecherin sagte, in der Poststelle sei ein Gegenstand gefunden worden, der nun von der Polizei untersucht werde. Es handele sich um eine routinemäßige Vorsichtsmaßnahme. Auch die versammelte SPD-Spitze musste das Willy-Brandt-Haus in Berlin-Kreuzberg verlassen.

Spitzengenossen wie Fraktionschef Thomas Oppermann, Generalsekretärin Katarina Barley oder Arbeitsministerin Andrea Nahles standen auf dem Bürgersteig. Die Polizei sperrte das Gebäude ab. Im Gebäude waren Warnsirenen zu hören.

Der Parteivorstand sollte ab 10.00 Uhr abschließend über den Entwurf des Regierungsprogramms beraten, über den ein Parteitag am 25. Juni entscheidet.

Es wird davon ausgegangen, dass die Leiter der Programmkommission, Fraktionschef Thomas Oppermann, Generalsekretärin Katarina Barley und Familienministerin Manuela Schwesig, die Leitplanken für den Bundestagswahlkampf präsentieren. Der Leitantrag der Parteispitze ist die Grundlage für das Wahlprogramm, das am 25. Juni bei einem Parteitag in Dortmund beschlossen werden soll.

Noch am späten Sonntagabend hatte die SPD eine für 14.00 Uhr angesetzte Gesprächsrunde mit Oppermann, Barley und Schwesig abgesagt. Es gebe erhöhten Gesprächsbedarf, Gründlichkeit gehe vor Schnelligkeit, hieß es aus Parteikreisen. Aus dem Parteivorstand gibt es zahlreiche Änderungsanträge, die noch beraten werden sollten.

(dpa / rt deutsch)

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