Burger King vor Gericht wegen Verteilung von Werbung am KZ Dachau

Burger King vor Gericht wegen Verteilung von Werbung am KZ Dachau
Burger King vor Gericht wegen Verteilung von Werbung am KZ Dachau
Etwa 800.000 Menschen besuchen jährlich das ehemalige Konzentrationslager Dachau, um der Opfer des Holocaust zu gedenken. Gerade das lockte offenbar Werbefachleute der Fast-Food-Kette Burger King an: Genau auf dem Parkplatz der Gedenkstätte werden Flyer der Schnellrestaurantkette verteilt.

Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten konnte dies nicht dulden und zog vor Gericht.

Es geht darum, die Würde des Ortes zu wahren. Wir empfinden Werbung auf dem Gelände, das für viele ein Ort der Trauer und auch ein Friedhof ist, als nicht angemessen", erklärte die Leiterin der Gedenkstätte, Gabriele Hammermann, gegenüber der "Bild"-Zeitung.

Ihr zufolge sollen sich Besucher des früheren Konzentrationslagers selbst über die Werbeflyer beschwert haben.

Das KZ Dachau war vom März 1933 bis zu der Befreiung durch US-Armee im April 1945 in Betrieb. Rund 41.500 Haftinsassen von mindestens 200.000 kamen dort ums Leben. Viele Häftlinge wurden von der SS in Vernichtungslager deportiert.

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