Wirtschaftsaufschwung in Deutschland: Statistikamt präsentiert positive Quartalszahlen

Wirtschaftsaufschwung in Deutschland: Statistikamt präsentiert positive Quartalszahlen
DAX-Anzeige an der Deutschen Börse, Frankfurt; Deutschland, 4. Mai 2017.
Politische Unsicherheiten in Europa lassen die deutsche Wirtschaft kalt. Die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts künden von einem weiteren Aufschwung in Deutschland. Die größten Unsicherheitsfaktoren sind der Brexit und die US-Handelspolitik.

Das Jahr 2017 begann positiv für die Deutsche Wirtschaft. Dies belegen die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts, die dieses am Freitag der Öffentlichkeit präsentierte.

Der Aufschwung des BIP in Höhe von 0,6 Prozent innerhalb des ersten Quartals war steigenden Investitionen der Unternehmen, boomenden Exporten und der Konsumfreude der Verbraucher zu verdanken. Ende 2016 hatte das Wachstum noch bei 0,4 Prozent gelegen. 

Der Wachstum Deutschlands lag über dem des Euroraums insgesamt. Den Daten Eurostats, des Europäischen Statistikamts, zufolge wiesen die 19 Euroländer im ersten Quartal ein Wachstum von 0,5 Prozent auf. 

Auch der jüngste Monatsbericht der Bundesbank zieht eine positive Bilanz: 

Die deutsche Wirtschaft dürfte im Wintervierteljahr 2017 deutlich an Fahrt zugelegt haben.

Die Konsumfreude der Verbraucher geht nicht zuletzt auf niedrige Zinsen und eine günstige Arbeitsmarktsituation zurück. Die Wirtschaft ist weiter im Aufwind, davon sind Konsumforscher überzeugt. Auch das Wetter spielte mit. Milde Wetterlage förderte die Investitionen im Bau. 

Sieht die Welt gerne vom Rücksitz einer Oberklassen-Limousine aus: Peter Hartz.

Der schwache Euro verhalf den deutschen Unternehmen außerdem zu hohen Exportzahlen. Die Exporte verzeichneten im Monat März einen neuen Rekord. Sie erreichten den höchsten Stand seit dem Jahr 1950.

Der Ausblick auf das Gesamtjahr 2017 ist ebenfalls positiv. Demnach kann Deutschland mit einem BIP-Anstieg von 1,7 Prozent rechnen. In 2016 lag der Anstieg bei 1,9 Prozent. Aber die vielen Feiertage im aktuellen Jahr beeinflussen das Wirtschaftswachstum. Einige Ökonomen prognostizieren dennoch einen höheren Anstieg als 1,7 Prozent. 

Die größten Unsicherheitsfaktoren stellt der Brexit und die US-amerikanische Handelspolitik dar. Vor allem die Unklarheiten hinsichtlich der Bedingungen für den Austritt Großbritanniens aus der EU können die bilaterale Handelsentwicklung beeinflussen.

(rt deutsch/dpa)

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