Umfragen: SPD wieder unter 30 Prozent

Umfragen: SPD wieder unter 30 Prozent
Ist der angebliche Schulz-Effekt nun endgültig vorbei?
Neuste Umfragen haben ergeben, dass die Sozialdemokraten in der Volksgunst wieder unter der 30-Prozent-Marke gefallen sind. Auch die AfD befindet sich im Abwärtstrend. Dagegen können Grüne und FDP punkten.

Die SPD ist der jüngsten Forsa-Umfrage zufolge wieder unter die 30-Prozent-Marke gefallen. Auch ihr Kandidat Martin Schulz schnitt nach dem am Mittwoch veröffentlichten "Stern"-RTL-Wahltrend in der Kanzlerpräferenz schlechter ab als noch vor einer Woche.

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Die SPD verliert der Erhebung zufolge zwei Punkte und kommt auf 28 Prozent. Die Union bleibt bei 36 Prozent. Die Grünen gewinnen einen Punkt auf acht Prozent, die AfD verliert einen Punkt auf ebenfalls acht Prozent. Die Linkspartei stagniert bei acht Prozent. Die FDP gewinnt einen Punkt und würde mit nun sieben Prozent sicher in den Bundestag einziehen.

Könnten die Wähler direkt bestimmen, wer die Regierung führen soll, würden sich 47 Prozent der Wahlberechtigten für Bundeskanzlerin Angela Merkel entscheiden. Das sind drei Punkte mehr als in der Vorwoche. Ihr Herausforderer Schulz verliert zwei Punkte auf 28 Prozent.

Um zwei Punkte verschlechtert sich auch der Kompetenzwert der SPD, der damit wieder auf das Niveau vor Schulz' Nominierung zum SPD-Kanzlerkandidaten zurückfällt. Der SPD trauen derzeit noch elf Prozent der Befragten zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden. Von der Union glauben dies 32 Prozent. Die Hälfte der Befragten hält keine der Parteien für in der Lage, die Probleme im Land zu lösen.

Es zeigt sich, dass die SPD mit ihrem neuen Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten Schulz zwar Sympathien gewonnen hat, aber noch weit davon entfernt ist, stärkste politische Kraft im Land zu werden", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner.

Allein mit dem Thema soziale Gerechtigkeit werde sie kaum den nächsten Kanzler stellen können, sagte Güllner.

Die Meinungsforscher des Instituts Forsa befragten vom 24. bis 28. April 2502 Bundesbürger.

Auch in einer am Freitag veröffentlichten Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen sackt die SPD auf 29 Prozentpunkte ab. Das sind drei Punkte weniger als im ZDF-Politbarometer von Anfang April. CDU/CSU können in der am Freitag veröffentlichten Umfrage zwei Punkte auf 37 Prozent zulegen.

Die Linke (9 Prozent), die Grünen (8 Prozent) und die FDP (6 Prozent) können sich jeweils um einen Punkt verbessern. Die AfD würde sich um einen Punkt auf acht Prozent verschlechtern.

Die SPD hatte nach der Entscheidung für Schulz als Spitzenkandidaten Ende Januar einen Höhenflug erfahren, der sie zeitweilig mit Merkels Christdemokraten in den Meinungsumfragen gleichziehen ließ. Der neue Bundestag wird am 24. September gewählt. Bei der Wahl 2013 war die SPD mit 25,7 Prozent weit hinter der CDU/CSU (41,5 Prozent) gelandet. (reuters/dpa/RT Deutsch)