Triumph der Belanglosigkeit: Deutscher Mainstream ignoriert Odessa-Tragödie

Triumph der Belanglosigkeit: Deutscher Mainstream ignoriert Odessa-Tragödie
Inzwischen traditionelle Gedenkveranstaltung am 2. Mai 2017 vor dem Gewerkschaftshaus in Odessa.
Heute gedenkt man weit über die Ukraine und Russland hinaus der Opfer des Massakers von Odessa. Nur nicht in Deutschland. Vor drei Jahren starben nach offiziellen Angaben 42 Menschen bei im und vor dem Gewerkschaftshaus, sechs weitere bei Kämpfen in der Innenstadt. Das Ereignis ist bestens auf zahlreichen Videos dokumentiert. Dennoch ist das Verbrechen nicht aufgeklärt.

Da alle Opfer im Gewerkschaftshaus Gegner des Putsches auf dem Maidan waren, gibt es wenig Interesse, das schmerzhafte Thema in den deutschen Medien zu thematisieren. Mehr als 40 Menschen waren von den Schlägern der Maidan-Trupps und des Rechten Sektors brutal ermordet worden. Auch Frauen, auch ältere Männer. Das wirft einen weiteren dunklen Schatten auf die so genannte proeuropäische Maidan-Revolution. 

Wladimir Putin zum Jahrestag des Odessa-Massakers:

Die seltenen Berichte, die über die Tragödie von Odessa in den Mainstreammedien erscheinen, handeln meist von den Ausschreitungen, die sich vor dem Massaker im Zentrum der Stadt ereignet hatten. Sichtlich versuchen die Leitmedien dadurch, die Schuld der proeuropäischen Seite zu relativieren, obwohl es genügend Belege dafür gibt, dass sie selbst diese Kämpfe mit dem zahlenmäßig weit unterlegenen Gegnern provoziert hatte.

Kaum jemand von den deutschen Journalisten spricht mit den Überlebenden und Hinterbliebenen, kaum jemand berichtet über das Trauma der Stadt. Stattdessen dröhnen sie ihre Leser mit Belanglosigkeiten zu. Wie kann ein Verbrechen solchen Ausmaßes nicht berichtenswert sein?  

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