LGBT-Demo zieht vor Russische Botschaft in Berlin - Medienberichte über Gewalt in Tschetschenien

LGBT-Demo zieht vor Russische Botschaft in Berlin - Medienberichte über Gewalt in Tschetschenien
Am Samstag ist in Berlin eine Demonstration, an der mehrere hundert Menschen teilnahmen, vom Auswärtigen Amt zur Russischen Botschaft gezogen. Anlass war ein Medienbericht über Razzien, Folter und den Tod von homosexuellen Männern in einem geheimen Gefängnis in der autonomen russischen Republik Tschetschenien.

Ein Aktionsbündnis für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT), dem unter anderem Enough is Enough und der queere deutsch-russische Verein Quarteera angehören, hatte zu einer Demonstration aufgerufen, die am Samstag vom Auswärtigen Amt zur Russischen Botschaft zog, wo auch die Abschlusskundgebung stattfand.

Anlass war ein Bericht in der russischen Zeitung “Nowaja Gaseta” über eine staatliche Gewaltwelle in der autonomen Republik Tschetschenien gegen Schwule, in deren Folge es auch Tote gegeben haben soll.  

Die Redner forderten, dass die Vorgänge aufgeklärt werden. Der Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) beschuldigte den russischen Präsidenten Vladimir Putin, für die mutmaßlichen Menschenrechtsverletzungen mitverantwortlich zu sein. In seiner Rede sagte er “Von Russland geht Homophobie aus und in Tschetschenien wird sie exekutiert.”

Die Demonstranten forderten ein generelles Asylrecht für russische Schwule ebenso wie die Unterstützung queerer Aktivisten in Russland durch die Bundesregierung. Weitere Protestaktionen sind geplant.

Der Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) bei der GBT-Demo vor der Russischen Botschaft in Berlin

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