Weihnachtsmarkt-Tragödie: Polizei vermutet, falschen Tatverdächtigen festgenommen zu haben

Weihnachtsmarkt-Tragödie: Polizei vermutet, falschen Tatverdächtigen festgenommen zu haben
Der abgesperrte Bezirk der Berliner Tragödie.
Nach neuesten Erkenntnissen geht die Polizei davon aus, den „falschen Mann“ festgenommen zu haben. Demnach seien die Angaben des Verdächtigen überprüft und für zutreffend befunden worden. Damit bestehe laut Informationen „ranghoher Sicherheitskreise“ eine neue Lage.

Denn der wahre Täter ist noch bewaffnet auf freiem Fuß und kann neuen Schaden anrichten, so Quellen aus der Berliner Polizei.

Zuvor kursierten Informationen nach denen der mutmaßliche Täter durch die Hilfe eines Zeugen festgenommen werden konnte, nachdem er vom Ort des Geschehens geflüchtet war. Unsicherheit hatte es bereits gegeben, nachdem der gefasste Tatverdächtige die Tat bestritten hatte.

Der Ort des Geschehens in Berlin.

Polizeipräsident Klaus Kandt äußerte sich gegen 13 Uhr wie folgt:

Es ist in der Tat unsicher, dass es der Fahrer war.

Zudem gibt es einige Ungereimtheiten nach der Festnahme des Pakistaners. So gebe es laut neuesten Informationen kaum Kampfspuren. Es fehlten zudem die typischen Schmauchspuren, die nach Schüssen üblicherweise entstehen.

Ebenso soll zwar im Führerhaus des Lastwagens nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa blutverschmierte Kleidung gefunden worden sein. Bei dem später in der Nähe der Siegessäule festgenommenen Tatverdächtigen seien hingegen keine mit Blut befleckte Kleidungsstücke festgestellt worden.