Medien: Tatverdächtiger im Fall der Dresdner Bombenanschläge war Pegida-Redner

Medien: Tatverdächtiger im Fall der Dresdner Bombenanschläge war Pegida-Redner
Die Ermittlungen der Polizei zu den Sprengstoffanschlägen auf die Fatih Camii Moschee und ein Kongresszentrum in Dresden haben offenbar Früchte getragen. Ein 29-jähriger Tatverdächtiger ist festgenommen worden. Laut Medienberichten soll es sich bei ihm um einen PEGIDA-Redner handeln.

Die Sprengstoffanschläge vom September ereigneten sich kurz vor den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit, die ebenfalls in Dresden stattfanden. Es entstand glücklicherweise nur ein Sachschaden. Der Imam der betroffenen Moschee und seine Familie hielten sich zum Zeitpunkt der Detonation zwar in der Wohnung auf, die zur Moschee gehört, trugen jedoch keine Verletzungen davon.

Die Dresdener Generalstaatsanwaltschaft und das Operative Abwehrzentrum der sächsischen Polizei nahmen den Verdächtigen am Donnerstag fest, nachdem sie im Rahmen ihrer „umfangreichen Ermittlungen“ unter anderem DNA-Spuren des Mannes auf „Tatmitteln“ nachgewiesen haben. Auch Komponenten zum Bau von Bomben sollen bei dem Dresdner sichergestellt worden sein. So erklärte die Polizei :

„Im Ergebnis der kriminaltechnischen Untersuchung stimmen die an verschiedenen Tatmitteln gesicherten DNA-Spuren mit der DNA des Beschuldigten überein.“

Der Oberstaatsanwalt, Wolfgang Klein, erklärte jedoch:

„Einen politischen Hintergrund können wir nicht bestätigen.“

Diese Aussage steht im Widerspruch zur Äußerung des Dresdener Polizeipräsidenten, Horst Kretzschmar, der kurz nach der Tat noch erläuterte:

„Auch wenn uns bislang kein Bekennerschreiben vorliegt, müssen wir von einem fremdenfeindlichen Motiv ausgehen. Gleichzeitig sehen wir auch eine Verbindung zu den Feierlichkeiten anlässlich des Tages der Deutschen Einheit am kommenden Wochenende.“

Laut Medienberichten soll der Tatverdächtige, der bereits einen Tag nach seiner Festnahme dem Haftrichter vorgeführt werden soll, im Jahr 2015 auf PEGIDA-Kundgebungen Stimmung gegen „kriminelle Ausländer“ und „faule Afrikaner“ gemacht haben.

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