Spitzenduo der Linkspartei für Bundestagswahl steht fest

Spitzenduo der Linkspartei für Bundestagswahl steht fest
Der Parteivorstand der Linkspartei hat am Sonntag beschlossen, Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch als Spitzenkandidaten in den Bundestagswahlkampf im nächsten Jahr zu schicken. Die Entscheidung beendete die Diskussion über ein größeres Wahlkampfteam.

Sahra Wagenknecht, die Fraktionsvorsitzende der Linken, sieht sich wieder einmal einer Schmutzkampagne des Mainstreams ausgesetzt.

Informationen der "Süddeutschen Zeitung" zufolge hat der Parteivorstand trotz anfänglicher Diskussionen das Ergebnis fast einstimmig beschlossen. Die beiden Spitzenkandidaten sind zugleich die Ko-Vorsitzenden der Bundestagsfraktion der Linken. Den Wahlkampf sollen die Partei- und Fraktionsvorsitzende gemeinsam leiten. Der Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn wird den Wahlkampf organisatorisch unterstützen. 

Die Fraktionsvorsitzenden hatten schon im September angekündigt, den Wahlkampf anführen zu wollen. Sie sprachen sich dagegen aus, diese Aufgabe mit den Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger zu teilen. Teile der Partei kritisierten ihr Verhalten. 

Ursprünglich wollte die Partei erst im Januar ihre Spitzenkandidaten wählen. Wagenknecht und Bartsch machten aber am Wochenende einen neuen Vorstoß, sodass die Parteiführung sich gezwungen sah, möglichst zügig das Wahlkampfteam zu benennen. 

Während Wagenknecht unter anderem für ihre konsequente, kapitalismuskritische Opposition etwa gegen neoliberale Reformversuche und Auslandseinsätze der Bundeswehr bekannt ist, gilt Bartsch als kompromissbereiter Vertreter des rechten Parteiflügels. 

RT Deutsch veröffentlicht heute ein ausführliches Gespräch mit Sarah Wagenknecht über die Europäische Union und die Politik in Deutschland.