Lutz Bachmann wird wieder Ausländer: Pegida-Chef zieht auf die Kanaren

Könnte schon bald einer Germanisierung des Ibererlandes Vorschub leisten: Pegida-Gründer Lutz Bachmann zieht es aufs ferne Teneriffa.
Könnte schon bald einer Germanisierung des Ibererlandes Vorschub leisten: Pegida-Gründer Lutz Bachmann zieht es aufs ferne Teneriffa.
Laut Informationen aus dem thüringischen Pegida-Umfeld will deren Sprecher Lutz Bachmann erneut seinen Lebensmittelpunkt ins Ausland verlegen. Ende der 1990er Jahre hatte er bereits als krimineller Ausländer in Südafrika gelebt. Nun will Bachmann es auf den kanarischen Inseln versuchen.

Lutz Bachmann will demnächst auf die Kanarischen Inseln auswandern. In den vergangen Monaten hatte sich der Pegida-Gründer bereits seltener auf den Kundgebungen der "Patriotischen Europäer" blicken lassen.

Nun bestätigte er entsprechende Angaben der ehemaligen Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling. Diese hatte bei Facebook behauptet, Bachmann plane, auf die spanische Kanareninsel Teneriffa zu übersiedeln. Deshalb würde er nur noch alle zwei Wochen zu den Kundgebungen kommen.

Pegidagründer Lutz Bachmann trifft auf den niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders - Quelle: Ruptly

Wen interessiert es, wo man arbeitet und seinen Lebensunterhalt verdient, solange man mit Rückgrat hinter der Sache steht?", kommentierte Bachmann nun bei Facebook.

Lutz Bachmann hat bereits Erfahrungen mit längeren Aufenthalten im Ausland. Im Jahr 1998 entzog er sich einer Freiheitsstrafe, indem er nach Südafrika ausreiste. Dort lebte er zwei Jahre lang unter falschem Namen. Allerdings gelang es den südafrikanischen Behörden, ihn zu identifizieren. Der spätere Gründer der so genannten "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" wurde schließlich wegen eines ungültigen Visums von der dortigen Einwanderungsbehörde nach Deutschland abgeschoben.

In Deutschland war Lutz Bachmann zuvor vom Landgericht Dresden wegen 16-fachen Einbruchs mit Diebstahl zu drei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. Zudem ermittelten die Behörden gegen den Pegida-Gründer wegen Körperverletzung und Drogenhandel.

Auch nach seiner Rückkehr nach Deutschland hielten seine Sorgen vor kriminellen Ausländern Bachmann nicht davon ab, bei jeder sich bietenden Gelegenheit selbst die Gesetze zu übertreten. Im Jahr 2009 fand die Polizei zweimal Kokain in seinem Besitz. Das Landgericht Dresden verurteilte ihn deshalb erneut zu zwei Jahren Haft auf Bewährung. 

Obwohl er während der auf länger als zwei Jahre angesetzten Bewährungszeit wieder straffällig wurde, musste er die Strafe nie antreten. Zuletzt musste sich Bachmann im Oktober 2015 einer Anklage der Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung stellen. Herabwürdigende Facebook-Kommentare gegen Flüchtlinge veranlassten das Amtsgericht Dresden, ihn zu einer Geldstrafe zu verurteilen.