17-jähriger Afghane attackiert Zugpassagiere mit Axt bei Würzburg: 4 Schwerverletzte, IS-Bekenntnis

17-jähriger Afghane attackiert Zugpassagiere mit Axt bei Würzburg: 4 Schwerverletzte, IS-Bekenntnis
In Bayern hat ein 17-Jähriger Zugreisende mit einer Axt und einem Messer angegriffen und teilweise schwer verletzt. Ein Sondereinsatzkommando erschoss den Täter im weiteren Verlauf. Bei der Durchsuchung seines Zimmers soll eine selbstgemalte IS-Flagge gefunden worden sein. Der "Islamische Staat" hat sich mittlerweile zu der Tat bekannt und behauptet, "er war unser Kämpfer".

Nach Polizeiangaben wurden vier Fahrgäste schwer verletzt. Dabei soll es sich um ein Ehepaar, die gemeinsame Tochter (27) und ihren Freund (31) aus Hongkong handeln. Eine weitere Person wurde leicht verletzt. Zudem sollen 14 weitere Betroffene, die sich im Zug aufgehalten hatten, aber nicht verletzt worden waren, unter Schock stehen. In Heidingsfeld stoppte der Angreifer den Zug angeblich durch Ziehen der Notbremse und ergriff die Flucht. Kurz darauf wurde er durch SEK-Beamte gestoppt. Als der 17-Jährige dann versuchte, auch die Beamten mit seinen Waffen zu attackieren, erschossen sie ihn.

Zu den möglichen Hintergründen der Tat äußerte sich die Polizei bisher nicht. 

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gab Medien gegenüber an, dass es sich bei dem Täter um einen 17-jährigen Afghanen handeln soll. Er kam als unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland und lebte seit Wochen in einer Pflegefamilie. Der Innenminister schließt einen islamistischen Hintergrund nicht aus:

"Es gibt eine Aussage, dass er, kurz bevor er von der Polizei erschossen wurde, einen islamistischen Ausruf gemacht haben soll. Das wird im Moment von der Polizei genau überprüft", sagte er am frühen Dienstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur.

Aussagen legen nahe, dass der Angreifer "Allahu Akbar" gerufen hätte, so der Innenminister. Näheres ist jedoch bisher nicht klar. Bei der Durchsuchung seines Zimmers soll eine selbstgemalte IS-Flagge gefunden worden sein.