Neue INSA-Umfrage: 2 von 3 Deutschen sind gegen 4. Amtszeit von Angela Merkel

Die 4. Amtszeit scheint aus dem Blick zu geraten...
Die 4. Amtszeit scheint aus dem Blick zu geraten...
Fast zwei Drittel der deutschen Wähler seien von der Politik der Bundeskanzlerin Merkel enttäuscht und würden eine erneute Kandidatur für die Wahlen 2017 nicht unterstützen. Dies ergab eine neue Meinungsumfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA für die Zeitschrift „Cicero“. Auch die ehemaligen Volksparteien CDU und SPD verlieren massiv in der Wählergunst.

Etwa 64 Prozent der Befragten sind gegen eine vierte Amtszeit für Merkel als Bundeskanzlerin. Die nächsten Bundestagswahlen sollen am 22. Oktober 2017 stattfinden.

Die Unzufriedenheit mit der Regierungsweise von Merkel ist im ganzen Land gleichermaßen verbreitet – mit 63,8 Prozent im Westen und 64,8 Prozent im Osten. Darüber hinaus lehnt insbesondere die Altersgruppe von 45 bis 54 von den insgesamt 2048 befragten Wahlberechtigten zu 70 Prozent die Politik von Merkel ab. 

Die neue Umfrage ergab auch, dass je niedriger die Einkommen und das Bildungsniveau der Befragten sind, desto weniger Chancen gibt es, dass sie das Weiterregieren von Merkel unterstützen werden. Unter den Deutschen ohne Bildungsabschluss erwiesen sich 74,8 Prozent als Gegner einer vierten Amtszeit der Bundeskanzlerin. Ebenso drückten 74,2 Prozent der Befragten mit dem Einkommen von weniger als 1.000 Euro pro Monat ihre Ablehnung von Merkel aus.

Eine weitere INSA-Umfrage für die Bild-Zeitung ergab, dass die beiden wichtigsten politischen Parteien Deutschlands kaum die für die Bildung einer Regierungskoalition benötigte 50-Prozent-Schwelle erreichen werden. Bei der Bundestagswahl 2013 gelang es der amtierenden Regierung von CDU/CSU und FDP nicht, die Mehrheit der Sitze zu erlangen, die FDP verpasste sogar die 5-Prozenthürde. Dieses Mal  sieht das Bild ähnlich aus: Die Union liegt nur bei 30,5 Prozent. Der Bild-Umfrage zufolge wird die Unterstützung durch SPD mit ihrer 19.5 Prozent wieder erforderlich sein, um eine Mehrheit zu erreichen.