"Volksverräter hau ab" - Minister Maas in Zwickau in die Flucht geschlagen

Heiko Maas, der deutsche Justizminister.
Heiko Maas, der deutsche Justizminister.
In einem Gastbeitrag für RT Deutsch analysiert Rainer Rupp die Ereignisse und Implikationen von Zwickau am 1. Mai, als der bundesdeutsche SPD-Justizminister Heiko Maas auf dem Marktplatz der sächsischen Stadt, unter Sprüchen wie "Wir sind das Volk" und "Maas muss weg" ausgebuht wurde und in Folge, geschützt von seinen bewaffneten Leibwächtern, im Mercedes-Dienstwagen die Flucht ergriff.

Von Rainer Rupp

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Heiko Maas, der deutsche Justizminister, war zum Tag der Arbeit am 1. Mai nicht in der Lage, auf dem Marktplatz von Zwickau seine Ansprache zu Ende zu bringen. Seine feierliche Rede wurde „laut ausgebuht und schließlich wurde er vom deutschen Volke von der Bühne verjagt. Die Leute riefen immer wieder ‘Volksverräter‘, ‘linke Ratte‘, ‘hau ab‘, ‘Wir sind das Volk‘ und ‘Maas muss weg‘! Schließlich brach der SPD-Minister seine Rede ab und flüchtete - eskortiert von seinen bewaffneten Leibwächtern - in seinem gepanzerten Mercedes“.  

So beschreibt das internationale Finanzportal „Zero Hedge“ in einem kurzen Artikel den traurigen Zustand der Demokratie in Deutschland. Denn durch die total abgehobenen, angeblichen „Volksvertreter“ und deren lukrative Verfilzung mit mächtigen Wirtschaftsinteressen, regieren die führenden Politiker der genannten „Volksparteien“ CDU/CSU und SPD immer ungenierter und arroganter über die Köpfe und Sorgen der Bürger hinweg.

Maas gelte „als einer der größten Befürworter der Erweiterung der Zensurgesetze“ in Deutschland. So fordere er Strafverfolgung sowie Geld- und Haftstrafen für alle „Hassreden" in den Sozialen Medien. Kürzlich hat seine Partei verheerende Verluste bei den Wahlen und bei Umfragen im ganzen Land erlitten, mit entsprechenden Zuwächsen für die AfD (Alternative für Deutschland), die bei den letzten zwei Landtagswahlen im Osten Deutschlands einen Erdrutschsieg davon getragen hat. Und ausgerechnet dort habe Minister Maas seine 1. Mai-Rede halten wollen, so Zero Hedge, das seinen Text auch mit einem Video vom misslungenen Auftritt von Maas verlinkt hat:

In den Teilen seiner Rede, die trotz Trillerpfeifenkonzert und Sprechchören einigermaßen verständlich waren, behauptete Maas, dass all jene, die „Volksverräter" schreien, manipuliert seien und „nicht einmal wissen, was mit ihnen geschieht."

Will alleinerziehenden Müttern Geld streichen, wenn der Nachwuchs einen Tag beim Vater verbringt: Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD)

Aber die so im Ton eines Oberlehrers angesprochene Menge dürfte da anderer Meinung sein. Laut der englisch sprachigen Video-Nachrichtenagentur „vidmax“ zeigt der Vorfall in Zwickau mit Maas, dass „das deutsche Volk verwirrt und wütend darüber ist, dass man ihnen sagt, dass sie sparsam sein müssen und sie sich wegen der immensen Kosten keine Kindern mehr leisten können, während sie sich zugleich die Finger wund arbeiten, um eine Invasion von Flüchtlingen zu finanzieren.“

Offensichtlich scheinen ausländische Beobachter die Probleme in Deutschland klarer zu erkennen als unsere „Volksvertreter“, die von den tagtäglichen Problemen der Existenzsicherung des gemeinen Volkes vollkommen unberührt, nur salbungsvolle Worte parat haben. Als jüngster Beweis dafür sei auf den Vorstoß der Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) von letzter Woche verwiesen. Die sozialdemokratische (!) Ministerin will alleinerziehenden Müttern für jeden Tag, an dem der Nachwuchs Zeit beim Vater verbringt, die ohnehin schon niedrige staatliche Unterstützung kürzen.

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