Verheerende Umfrage für Öffentlich-rechtliche: Fast 70 Prozent für Abschaffung des Rundfunkbeitrages

Quelle: ANKAWÜ, Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported, 2.5 Generic, 2.0 Generic and 1.0 Generic license.
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Die anhaltend laute Kritik an den öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland und ihrer - oft als einseitig empfundenen - Art der Berichterstattung spiegelt sich nun auch in einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA wider, die das Nachrichtenmagazin Focus in Auftrag gegeben hat. Demnach lehnen fast 70 Prozent der Befragten Rundfunkgebühren in Form von Zwangsbeiträgen ab. Zuvor bestätigten auch Insider die politischen Vorgaben der Sendeanstalten.

Lediglich 12,6 Prozent der Befragten einer aktuellen Umfrage, von Focus in Auftrag gegeben und durch das Meinungsforschungsinstitut INSA durchgeführt, sprechen sich für die Beibehaltung der mit einem Pflichtbeitrag finanzierten öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten in Deutschland aus. Die große Mehrheit von 69,4 Prozent hält den Rundfunkbeitrag für nicht mehr zeitgemäß und plädiert für dessen Abschaffung. Jeder Vierte der Gebührengegner begründet seine Haltung mit der nicht neutralen Berichterstattung der Öffentlich-rechtlichen.

Gegen säumige Schuldner setzt der "Beitragsservice" in letzter Zeit verstärkt auf so genannte "Ventilwächter", kleine Applikationen, die auf die Ventile der Autoreifen der Beitragsverweigerer geschraubt werden, so dass aus diesen langsam die Luft entweicht. 58,6 Prozent der Befragten bezeichnen dies als eine "absolute Unverschämtheit".

Die Zweifel eines Großteils der Bevölkerung bezüglich der journalistischen Integrität von ARD, ZDF und Co. bestätigten nun auch immer häufiger Insider-Stimmen. Anfang dieses Monats sagte der ehemalige Leiter des ZDF-Studios Bonn, Dr. Wolfgang Herles, in einem Deutschlandfunk-Gespräch:

“Wir haben ja das Problem, dass – jetzt spreche ich wieder überwiegend vom Öffentlich-Rechtlichen – dass wir eine Regierungsnähe haben. Nicht nur dadurch, dass überwiegend so kommentiert wird, wie es der Großen Koalition entspricht, dem Meinungsspektrum, sondern auch dadurch, dass wir vollkommen der Agenda auf den Leim gehen, die die Politik vorgibt. Das heißt, die Themen, über die berichtet wird, werden von der Regierung vorgegeben. Es gibt aber viele Themen, die wären wichtiger als das, was die Regierung – die natürlich auch ablenken will von dem was nicht passiert, aber das, was nicht passiert, ist oft wichtiger als das, was passiert – wichtiger als die Symbolpolitik, die betrieben wird…
Also wir gehen der Agenda auf den Leim. Und es gibt tatsächlich, das muss ich jetzt an der Stelle doch nochmal sagen, weil es ja in der öffentlichen Diskussion ist, es gibt tatsächlich Anweisungen von oben. Auch im ZDF sagt der Chefredakteur: Freunde, wir müssen so berichten, dass es Europa und dem Gemeinwohl dient und da braucht er in Klammern gar nicht mehr dazu sagen, wie es der Frau Merkel gefällt. Solche Anweisungen gibt es. Die gab es auch zu meiner Zeit. Es gab eine schriftliche Anweisung, dass das ZDF der Herstellung der Einheit Deutschlands zu dienen habe und das ist was anderes, als zu berichten, was ist. Wir durften damals nichts Negatives über die neuen Bundesländer sagen. Heute darf man nichts Negatives über die Flüchtlinge sagen. Das ist Regierungsjournalismus und das führt dazu, dass Leute das Vertrauen in uns verlieren. Das ist der Skandal.”

Zwei Wochen zuvor sprach die freie Mitarbeiterin des WDR, Claudia Zimmermann, im niederländischen Radio über politische Vorgaben in der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung in Bezug auf die Flüchtlingskrise.

Zimmermanns Aussage "Wir sind natürlich angewiesen, das einigermaßen ‚pro Regierung’ zu berichten" sorgte für Aufsehen. RT Deutsch präsentierte eine exklusive Übersetzung der vollständigen Gesprächssequenz.

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