Deutschland

Mehr als 200 neue Einwendungen gegen Tesla-Fabrik in Grünheide

Gut einen Monat lagen die Baupläne für die Fabrik des US-Elektroautoherstellers Tesla in Grünheide (Oder-Spree) erneut öffentlich aus. Bis kurz vor Ablauf der Einspruchsfrist am Donnerstag gingen 244 Einwendungen beim Brandenburger Landesamt für Umwelt (LFU) ein. Das sind deutlich mehr als bei der letzten Auslegung.
Mehr als 200 neue Einwendungen gegen Tesla-Fabrik in GrünheideQuelle: www.globallookpress.com © Patrick Pleul/dpa

"Gigafactory"nennt Tesla-Chef Elon Musk die geplante E-Auto-Fabrik im brandenburgischen Grünheide. Groß sind auch die Sorgen, die sich Anwohner und Umweltschützer bei dem Projekt machen. Zum dritten Mal musste Tesla nun seine Baupläne öffentlich ausgelegen. Da die Fabrik erneut verändert wird und eine Produktionsstätte für Batterien hinzukommen soll, war die Beteiligung der Öffentlichkeit vorgeschrieben. Im Zeitraum eines Monats haben Anwohner 244 Anträge gegen die Änderungen gestellt, berichtet rbb24.

Von Mitte Juni bis Mitte Juli konnten die vollständigen Antragsunterlagen sowie Immissionsprognosen für Luftschadstoffe, Gerüche und Lärm, der artenschutzrechtliche Fachbeitrag, der Fachbeitrag zur Wasserrahmenrichtlinie und Erschütterungs- und Schwingungsgutachten eingesehen werden. Bis zum 16. August war Zeit für Einwendungen.

Für die Herstellung der Batteriezellen hat Tesla eine entsprechende Nebeneinrichtung beantragt. Außerdem plant der Konzern eine Erweiterung des Presswerks durch zwei Presslinien. Der Karosseriebau wird auf eine Fertigungslinie reduziert. Die Herstellung und Lackierung von Kunststoffbauteilen wie Stoßstangen- und Rückspiegelabdeckungen kommt hinzu.

Wie das Landesamt für Umwelt mitteilte, stammen die meisten Einsprüche aus Grünheide und Erkner. Auffällig ist, dass 100 der Einwände auf Mustervorlagen der Bürgerinitiative Grünheide (BI) beruhen. Die BI hatte diese in großer Zahl an Anwohner verteilt.

Schwerpunkte der Einwendungen sind die Versorgung des Werkes mit Wasser, da es in einer Trinkwasserschutzzone liegt sowie der Immissionsschutz. Anwohner befürchten Lärm und Schadstoffe in der Luft. Umweltverbände wollen Flora und Fauna vor den gleichen Dingen bewahren.

Das Landesumweltamt prüft jeden Antrag. In der nächsten Woche wird entschieden, ob auf dieser Grundlage eine öffentliche Anhörung veranstaltet wird. Wenn, dann könnte sie im September in Erkner stattfinden.

Mehr zum Thema - Tesla beantragt Genehmigung für Batterieproduktion in Grünheide

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team