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Dystopische Zukunftsaussichten: 800 Corona-Tote und mehr pro Woche in Deutschland erwartet

Dystopische Zukunftsaussichten: 800 Corona-Tote und mehr pro Woche in Deutschland erwartet
Symbolbild: Temporäres Krankenhaus für COVID-19-Patienten, Berlin, Deutschland, 11. Mai 2020
Eine Forschungsgruppe des Max-Planck-Instituts kommt zu dem Ergebnis, dass ab November mit einer wöchentlichen Rate von mindestens 500 bis 800 Corona-Toten zu rechnen ist. Es könnten auch noch mehr sein.

Fast täglich werden immer neue Rekordwerte von auf das Coronavirus positiv getesteten Personen in Deutschland bekannt. Am Samstagmorgen vermeldete das RKI 19.059 Fällen registrierte positiv getestete Personen binnen eines Tages. Deutschland befindet sich ab Montag, dem 2. November in einem "Lockdown Light". Schulen und der Handel bleiben geöffnet, aber Gastronomie, Museen, Theater, Kinos, Sportstätten und andere Freizeiteinrichtungen müssen schließen. Große Veranstaltungen wurden abgesagt. Touristische Übernachtungen in Hotels werden untersagt. In der Öffentlichkeit dürfen sich nur zwei Haushalte mit nicht mehr als zehn Personen treffen. Kindergärten und Schulen sollen diesmal offen bleiben.  

Das Forschungsinstitut Max Planck veröffentlichte am 30. Oktober einen Bericht, in dem sie zu dem Ergebnis kommt, es könnten ab November in Deutschland zwischen 500 und 800 Menschen pro Woche in Verbindung mit SARS-CoV-2 sterben. Bisher hätten sich vor allem unter 60-Jährige vermehrt mit dem Virus infiziert: 

Demnach sind die immer noch relativ niedrigen Zahlen von Todesfällen darauf zurückzuführen, dass sich das Coronavirus SARS-CoV-2 bis Ende September vor allem bei unter 60jährigen ausbreitete. Seither steigt die Zahl der gemeldeten Infektionen auch bei Menschen über 60. Das führt mit einem Zeitverzug von etwa zwei Wochen auch zu einem Anstieg der Todesfälle, der bereits jetzt klar zu beobachten ist.

Bundeskabinett im Bundeskanzleramt über Maßnahmen zur COVID-19-Pandemie. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und die Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Archivbild)

Die sogenannte erste Welle an Corona-Infektionen im April forderte in Deutschland 1600 Opfer:

In der Woche vom 21. bis 28. Oktober gab es in Deutschland mehr als 85.000 bestätigte Neuinfektionen, im selben Zeitraum starben 335 Menschen an oder mit COVID-19. Der Unterschied in der Sterblichkeit, der bislang zwischen der ersten und der zweiten Welle der Corona-Epidemie zu beobachten ist, lässt sich darauf zurückführen, dass sich bis Ende September vor allem Menschen unter 60 mit dem Coronavirus ansteckten.

Das Max-Planck-Institut legte der Studie die Annahme zugrunde, dass sich die Sterblichkeitsrate bei einer Corona-Infektion alle 20 Lebensjahre erhöht. Für eine 82 Jahre alte Person liegt die Wahrscheinlichkeit nach einer Coronavirusinfektion an dem Virus zu sterben bei zehn Prozent. Die Zahl der Todesfälle entspricht den gemeldeten Infektionen mit einem Verzug von vierzehn Tagen. 

Viola Priesemann, Leiterin einer Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, warnt:

Unsere Modellrechnungen zeigen aber auch, dass die Zahl der Todesfälle durch COVID-19 in Deutschland bereits Anfang November auf 500 bis 800 pro Woche zunehmen dürfte.

Die Zahlen könnten jedoch auch höher liegen.   

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