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Peter-Michael Diestel: Aktueller Umgang mit Ostdeutschen und Russland ist große politische Dummheit

Peter-Michael Diestel: Aktueller Umgang mit Ostdeutschen und Russland ist große politische Dummheit
Peter-Michael Diestel, der letzte DDR-Innenminister unter der CDU-Regierung von Lothar de Maizière, ist ein Mann der klaren Worte. Ein Gespräch über die Unterdrückung der Ostdeutschen, was Stasiunterlagen über westdeutsche Politiker verrieten und Russophobie westdeutscher Eliten.

Peter-Michael Diestel wurde 1952 auf Rügen geboren. Sein Vater war in der DDR Offizier der Nationalen Volksarmee (NVA), seine Mutter arbeitete für die evangelische Kirche. Als gelernter Rinderzüchter und Jurist wurde Peter-Michael Diestel Innenminister in der letzten DDR-Regierung unter CDU-Ministerpräsident Lothar de Maizière. Damit war er unter anderem für die Auflösung der DDR-Staatssicherheit sowie für die Übergabe von Unterlagen des  DDR-Auslandsnachrichtendienstes HVA über westdeutsche Politiker verantwortlich. RT-Redakteur Florian Warweg traf sich mit Diestel zu einem ausführlichen Gespräch über die Lage der Ostdeutschen, westdeutsche Siegermentalität, seine Erkenntnisse über die Zusammenarbeit westdeutscher Eliten mit der Stasi sowie über das aktuelle deutsch-russische Verhältnis. Das Interview fand in seiner Kanzlei in Zislow, gelegen in der Mecklenburgischen Seenplatte, statt. 

Diestel spricht dabei explizit von einer noch andauernden "Unterdrückung und Okkupation" der Ostdeutschen und verweist unter anderem darauf, dass die verantwortungsvollsten Positionen der Gerichte, Verwaltung und Ministerien im Osten der Bundesrepublik auch 30 Jahre nach der Wende noch immer fast ausschließlich von Westdeutschen besetzt und geleitet werden. Hinsichtlich der unter seiner Verantwortung erfolgten Übergabe der HVA-Akten über westdeutsche Politiker und Großindustrielle an westdeutsche Geheimdienste zieht er für sich eine widersprüchliche Bilanz:

Dass das alles nicht auf den Tisch gekommen ist, das ist auch eines meiner Verdienste. Oder eine Schuld, die ich auf mich geladen habe. 

In diesem Zusammenhang bestätigt er auch, dass ein Bundespräsident als IM für die Staatssicherheit der DDR gearbeitet hat:

Dieser unmoralische Mensch, der hat Dinge gemacht, die auch heute noch strafrechtlich relevant sind.

Seinen Abschluss findet das Gespräch in der Thematik der damaligen Gespräche – und mittlerweile gebrochenen – Versprechen an die sowjetische Seite sowie der aktuellen Russlandpolitik der Bundesregierung, mit welcher Diestel scharf ins Gericht geht: 

Die Menschen, die diese Russophobie betreiben, riskieren Deutschlands Sicherheit. Die haben andere Interessen als deutsche Interessen.

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