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Epizentrum Hamm: Bundesweiter Höchststand an Corona-Infektionen nach Großhochzeit

Epizentrum Hamm: Bundesweiter Höchststand an Corona-Infektionen nach Großhochzeit
Hamm, Nordrhein-Westfalen, Deutschland, 22. September 2020.
Eine Großhochzeit vor rund drei Wochen in Hamm bescherte der Stadt in Nordrhein-Westfalen eine neue Welle von Corona-Infektionen. 2.500 Menschen sind in Hamm in Quarantäne. Der Oberbürgermeister prangert die Achtlosigkeit der Menschen an.

In Hamm gilt als Auslöser der dortigen Corona-Welle eine Großhochzeit und damit verbundene weitere Feste, die Anfang September in Hamm und Dortmund und eine Woche später in Werl stattgefunden hatten. Die Stadt hat mittlerweile knapp 330 Menschen aus Hamm ausfindig gemacht, die an den Feierlichkeiten teilgenommen hatten. Der Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU): 

Wir werden hier mit allen rechtlichen Möglichkeiten, die wir haben, auch in Regress gehen. Ich bin wütend über diesen Vorfall. Eine einzige Familie hat die ganze Stadt in diese Situation gebracht und setzt damit das Zusammenleben der unterschiedlichen landsmännischen Gruppen unter Stress. 

Corona-Warn-App

Am Mittwoch hatte die Stadt die Zahl der aktuell Infizierten mit 179 angegeben. Neun Infizierte würden im Krankenhaus behandelt, sagte der Sprecher. Unter den neun sei eine Patientin, die intensivmedizinisch behandelt werde. Auch bei ihr gebe es einen Zusammenhang mit der Hochzeit, so der Sprecher weiter.

Der sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz-Wert in Hamm stieg zuletzt leicht. Die Stadt verzeichnete laut ihrem Oberbürgermeister am Donnerstagmittag 95,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, am Mittwochmittag hatte der Wert noch bei 94,9 gelegen.

Das Robert Koch-Institut, das die Zahlen mit zeitlichem Verzug veröffentlicht, wies am Donnerstagmorgen einen Wert von 88,2 aus. Um die weitere Ausbreitung einzudämmen, dürfen sich bis auf Weiteres in Hamm maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei Haushalten gemeinsam im öffentlichen Raum aufhalten. Auch wurde die Maskenpflicht im Unterricht wieder eingeführt. Private Feiern mit mehr als 24 Personen müssen gemeldet werden, ab 50 ist bis zu einer Höchstgrenze von 150 eine Genehmigung erforderlich.

Es sind auch viele Schulkinder betroffen. Ein Stadtsprecher sagte am Donnerstag: 

Wir haben mehr als 40 infizierte Kinder und Jugendliche an Schulen.

Nur in einem Fall gebe es keine Verbindung mit der Hochzeit: "Die Klassen der infizierten Kinder sind in Quarantäne gesetzt worden und werden auch verpflichtend getestet." Dies gelte auch für die Lehrer, die in den Klassen unterrichtet haben. Die betroffenen Klassen erhielten Unterricht auf Distanz: "Die anderen Klassen und Stufen an den Schulen können erst einmal weiter zur Schule gehen."

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(rt deutsch/dpa) 

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