icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Einigung im Tarifstreit: Geringere Lohnsteigerungen für Bahn-Beschäftigte

Einigung im Tarifstreit: Geringere Lohnsteigerungen für Bahn-Beschäftigte
Nach wochenlangem Ringen haben sich Bahn und EVG auf moderate Lohn- und Gehaltssteigerungen geeignigt.
Bahn sowie Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft haben einen neuen Tarifabschluss ausgehandelt. Die Lohn- und Gehaltssteigerungen der Bahn-Beschäftigten dürften jedoch – aufgrund der Corona-Krise – geringer ausfallen als zuvor.

Nach wochenlangem Ringen sind sich Deutsche Bahn und Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bei ihren Tarifverhandlungen einig. Beide Seiten vereinbarten am Donnerstag moderate Lohn- und Gehaltserhöhungen, wie die Gewerkschaft und der Bahn-Konzern mitteilten. Bei den Verhandlungen hatten sich beide Seiten auf einen Korridor von 0,5 bis 1,5 Prozent mehr Lohn geeinigt, genaue Zahlen gab man aber noch nicht bekannt. Zuletzt hatte die EVG 1,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten gefordert.

Wegen Corona-Krise in diesem Jahr kein

Wie der EVG-Vorsitzende, Klaus-Dieter Hommel, am Donnerstag mitteilte, sei das Ziel gewesen, die Beschäftigten bei der DB AG bis Anfang 2023 vor den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zu bewahren. Für die Deutsche Bahn sei die Einigung laut dpa ein "ausgewogener Abschluss". Personalvorstand Martin Seiler erklärte:

Die Einigung ist in Zeiten von Stellenabbau oder Kurzarbeit in der deutschen Wirtschaft ein gemeinsames Signal der Verantwortung.

Das Tarifpaket schließt der EVG zufolge betriebsbedingte Kündigungen für die gesamte Laufzeit aus. Zudem hätten Beschäftigte mit Kindern die Möglichkeit, sich bis zu 50 Tage für die Betreuung freistellen zu lassen. 100 Tage sind es demnach für alleinerziehende Mitarbeiter. Bei den aufgrund der Corona-Krise vorgezogenen Tarifverhandlungen ging es auch um die Frage, wie bis 2024 rund zwei Milliarden Euro beim Personal eingespart werden sollen, ohne die Einstellungsoffensive der Deutschen Bahn zu gefährden.

Im Mai hatten Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), der Vorstand der bundeseigenen DB AG, die EVG und der Konzernbetriebsrat im "Bündnis für unsere Bahn" vereinbart, es solle keinen Stellenabbau geben und auch kein Ende der laufenden Einstellungen. Allein in diesem Jahr will die Bahn 25.000 neue Mitarbeiter gewinnen. Für rund 21.000 wurde der Bahn zufolge bereits eine Jobzusage ausgesprochen.

Allerdings fuhr der Konzern in der Corona-Krise milliardenschwere Einbußen ein, die zum Teil vom Bund ausgeglichen werden. Doch da dies nicht ausreichend sei, muss auch das Unternehmen Kosten senken. Entsprechend gering wird nun die Erhöhung der Löhne und Gehälter ausfallen. Die Gewerkschaftsgremien hatten vergangene Woche 1,5 Prozent mehr Lohn gefordert und damit das obere Ende einer Spanne, auf die sich beide Seiten zuvor verständigt hatten.

Bei der vorigen Tarifverhandlung vor zwei Jahren hatte die Gewerkschaft eine Gehaltserhöhung in zwei Stufen von 3,5 Prozent und 2,6 Prozent erreicht. Nun dürfte der Sprung deutlich kleiner ausfallen. Offen bleibt, ob es auch ein Tarifpaket mit der Lokführer-Gewerkschaft GDL gibt. Die Bahn beschäftigt allein in Deutschland knapp 215.000 Mitarbeiter.

Mehr zum Thema - Bundestag beschließt 1,2 Milliarden Euro zusätzlich für Busse und Bahnen

(rt/dpa)

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen