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Umfrage: Mehrheit der Bevölkerung fürchtet Pull-Effekt bei Migration

Umfrage: Mehrheit der Bevölkerung fürchtet Pull-Effekt bei Migration
Eine Umfrage für das ZDF zeigt die Uneinigkeit in der deutschen Bevölkerung zum Umgang mit Flüchtlingen aus Moria. Andere EU-Länder sollten mitziehen und ein Pull-Effekt müsse vermieden werden. Das Thema rangiert für 35 Prozent ganz vorn, Spitzenreiter bleibt Corona.

Laut einer Umfrage für das ZDF-Politbarometer ist die deutsche Bevölkerung uneinig, wie Deutschland derzeit mit Flüchtlingen – etwa aus dem abgebrannten Lager Moria auf Lesbos – verfahren soll.

Flüchtlinge und Migranten aus dem zerstörten Moria auf Lesbos

So fehlen auf die Frage "Soll Deutschland einen größeren Teil der Flüchtlinge aus Moria aufnehmen?" klare Mehrheiten, denn 43 Prozent der Befragten antworten mit "auf jeden Fall" und 9 Prozent mit "auf keinen Fall". 46 Prozent gaben an, Deutschland solle weitere Menschen nur dann aufnehmen, "wenn andere EU-Länder auch" mitmachen.

Die zweite Frage "Wenn Deutschland Flüchtlinge aufnimmt, kommen dann wieder viel mehr?" wurde allerdings mehrheitlich, nämlich von 62 Prozent mit "Ja" beantwortet. Lediglich 34 Prozent glaubten nicht an einen mutmaßlichen "Pull-Effekt", also einen "Mitzieheffekt", infolge dessen sich nach der Aufnahme von Flüchtlingen etwa aus Moria wieder noch mehr Menschen auf den Weg nach Europa machen.

Umfrage: Mehrheit der Bevölkerung fürchtet Pull-Effekt bei Migration

Insgesamt würde zwar aktuell für 56 Prozent der Befragten immer noch "Corona" das wichtigste Thema sein, doch für 35 Prozent rangiert jetzt das Thema "Flüchtlinge und Asyl" ganz vorn. Noch im August empfanden nur 11 Prozent das Thema "Flüchtlinge und Asyl" als besonders wichtig. Die Debatte infolge der Brände im Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos hätte das Thema wieder erheblich in die Wahrnehmung gerückt.

Für die Umfrage wurden zwischen dem 14. und 16. September 2020 insgesamt 1241 wahlberechtigte Personen befragt.

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