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Forsa-Umfrage: Vertrauen in den Staat gestiegen

Forsa-Umfrage: Vertrauen in den Staat gestiegen
Eine Deutschlandflagge über dem Bundestag (Symbolbild)
Der Beamtenbund dbb hat eine Forsa-Umfrage in Auftrag gegeben, um das Vertrauen in den deutschen Staat und politische Institutionen zu ermitteln. Laut dem Medienmainstream ist das Vertrauen gestiegen. Bei der AfD soll das Vertrauen in den Staat am geringsten sein.

Laut einer jährlich stattfindenden Forsa-Umfrage des Beamtenbundes dbb ist das Vertrauen der Menschen in Deutschland in den Staat und in die politischen Institutionen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Vertrauen um rund 20 Prozent auf nun 56 Prozent, so das Ergebnis der Befragung. Nur noch eine Minderheit von 40 Prozent soll den Staat als überfordert ansehen.

Der dbb-Vorsitzende Ulrich Silberbach machte für das gestiegene Vertrauen insbesondere das Handeln des Staates in der Corona-Krise verantwortlich. Diese Erkenntnisse bezüglich der Auswirkungen der Corona-Krise sind deckungsgleich mit einer Studie der Bertelsmann Stiftung, die feststellte, dass im Zuge der Corona-Krise das Vertrauen in den Staat und die etablierten Parteien der Mitte gestiegen sei. In der Zusammenfassung der Befragung heißt es dazu:

Computerspiel-Messe in Köln (Symbolbild)

In 2020 sieht sich das gesamte Land wie auch der Rest der Welt mit der Corona-Pandemie vor neue Herausforderungen gestellt, die hierzulande zu einem deutlichen Vertrauenszuwachs zu den meisten politischen Institutionen geführt haben.

Laut der Umfrage vertrauen AfD-Anhänger der Handlungsfähigkeit des Staates im geringsten Maße – nur fünf Prozent der Befragten antworteten entsprechend. Die Menschen stellten fest, dass der Staat dazu beitrage, in diesem Land für Sicherheit zu sorgen, so Silberbach: "Wer heute noch der These 'privat vor Staat' anhängt, sollte spätestens jetzt erkennen: Das sieht die Mehrheit der Menschen in Deutschland völlig anders."

Eine Überforderung des Staates wird laut der Befragung hauptsächlich bei Schulen und Bildung gesehen (22 Prozent der Befragten), dicht gefolgt von der Asyl- und Flüchtlingspolitik (20 Prozent der Befragten). Auf dem dritten Platz befindet sich die Corona-Krise (16 Prozent der Befragten).

Wenig Beachtung findet die Tatsache, dass die Befragten angaben, der Staat versage im Bereich der Demokratie- und Wertevermittlung. Hier ist eine Steigerung von einem Prozent auf vier Prozent festzustellen.

Hinsichtlich dieser Zahlen ist die Darstellung des Medienmainstreams, dass das Vertrauen in den demokratischen Staat stark gestiegen sei, fragwürdig:

Forsa-Umfrage: Vertrauen in den Staat gestiegen

(FAZ)

Forsa-Umfrage: Vertrauen in den Staat gestiegen

(RND)

Forsa-Umfrage: Vertrauen in den Staat gestiegen

(Esslinger Zeitung)

Protestdemonstration der Corona-Gegner. 29 August 2020

Die in der Befragung festgestellte Wahrnehmung einer mangelhaften Demokratievermittlung sowie die Platzierung der Corona-Krise an dritter Stelle bezüglich der staatlichen Überforderung lassen die Interpretationen fragwürdig erscheinen, dass die Corona-Krise zu einem Vertrauenszuwachs führe.

Auch die Schlussfolgerung des Beamtenbundes selbst scheint zweifelhaft und pragmatischer Natur zu sein sowie die eigene Position zu begünstigen:

"Beamte werden nach wie vor insbesondere als pflichtbewusst, verantwortungsbewusst und zuverlässig wahrgenommen", heißt es in der Beamtenbefragung.

Forsa-Umfrage: Vertrauen in den Staat gestiegen

(dbb)

Im August hatte Silberbach noch mehr Geld für Gewerkschaften und den öffentlichen Dienst gefordert.

In der Befragung konnten außerdem Schulnoten für die Bewertung verschiedener Einrichtung der öffentlichen Hand vergeben werden.

Dort schnitt die Müllabfuhr (wie im Jahr zuvor) am besten ab.

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