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Mysteriöse Nawalny-Zeugin flüchtet vor Befragung nach Deutschland – Bundesregierung mauert

Mysteriöse Nawalny-Zeugin flüchtet vor Befragung nach Deutschland – Bundesregierung mauert
Insgesamt sechs Personen begleiteten den Polit-Blogger Alexei Nawalny am 20. August im sibirischen Tomsk. Fünf von ihnen wurden von den russischen Behörden befragt. Die Schlüsselperson Marina P. soll sich durch Flucht nach Deutschland einer Befragung entzogen haben. RT fragte nach.

Im Gegensatz zu den deutschen Behauptungen von Politik und Medien liefen auch in Russland schon unmittelbar nach dem Zusammenbrechen von Alexei Nawalny während seines Inlandfluges von Tomsk nach Moskau erste Vorermittlungen zu den Umständen. Dazu sollten auch alle sechs Begleiter des Polit-Bloggers befragt werden.

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Russische Vorermittlungen im Fall Nawalny: Begleiterin verweigerte Aussage und flüchtete in die BRD 
(Symbolbild: Das Gebäude des russischen Innenministeriums, MIA, in Moskau.)

Während sich fünf davon dieser Befragung stellten – auch seine Pressesprecherin Kira Jarmisch und sein Projektmanager Ilja Pachomow – entzog sich eine  Begleiterin als sechste Person bewusst dieser Befragung und flog unter noch ungeklärten Bedingungen nach Deutschland. Bei dieser Person handelt es sich laut Darstellung des russischen Innenministeriums um die 33-jährige Marina Pewtschich – eine Russin mit ständigem Wohnsitz in Großbritannien. Sie gilt als Verbindungsperson zwischen London und Moskau für den Anti-Korruptionsfonds von Nawalny, hielt sich bisher aber stets im Hintergrund und verfügt laut russischen Medienberichten auch über keinerlei bekannte Konten in den Sozialen Medien. 

Laut Darlegung des russischen Außenministers Sergei Lawrow soll sie es auch gewesen sein, die die mysteriöse Wasserflasche von Nawalny, auf der angeblich Nowitschok-Spuren gefunden worden sein sollen, den deutschen Ärzten oder Behörden übergeben hätte. So berichtete etwa der Spiegel am 4. September: 

Man habe die Spuren nicht nur im Blut, im Urin und in Hautproben Nawalnys gefunden, sondern auch an einer Flasche, die er auf der Reise dabeigehabt hatte. Seine Angehörigen hatten sie nach dem Zusammenbruch des Politikers aufbewahrt und den Ärzten in Berlin übergeben.

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Allerdings hat keiner der von den russischen Behörden befragten Begleiter Nawalnys oder irgendein anderer Zeuge im Flughafen sowie im Flugzeug die Existenz einer solchen Flasche bestätigt. 

Nach der Notlandung in Omsk riefen Nawalnys Begleiter umgehend die Polizei. Alle privaten Sachen Nawalnys wurden von einem Ermittler, einem Rechtsanwalt und einer Polizistin in Anwesenheit von zwei Zeugen gesichtet und protokolliert. Eine Wasserflasche war nicht dabei.

Vor diesem Hintergrund wollte RT-Redakteur Florian Warweg auf der Bundespressekonferenz vom Regierungssprecher Steffen Seibert erfahren, ob die Bundesregierung Kenntnis darüber hat, dass sich Marina P. in Deutschland befindet und wie es die Bundesregierung bewertet, dass sich eine Zentralfigur der Vorfälle um Nawalny ihrer Befragung als Zeugin durch russische Ermittler mittels Flug nach Deutschland entzieht.

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Zudem fragte RT das Innenministerium, ob Marina P. über eine Sondergenehmigung verfügte, die es ihr ermöglichte, so schnell nach Deutschland zu kommen. In den Zeiten der Corona-Pandemie ist es normalen russischen Staatsbürgern nicht möglich, spontan in die Bundesrepublik einzureisen. Regierungssprecher und Innenministerium erklärten daraufhin, dass sie sich nicht zu dem Fall äußern werden:

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