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Nun acht Parteien im Bundestag: Ex-AfD-Abgeordneter wechselt in Bernd Luckes Splitterpartei LKR

Nun acht Parteien im Bundestag: Ex-AfD-Abgeordneter wechselt in Bernd Luckes Splitterpartei LKR
Der ehemalige AfD-Abgeordnete Uwe Kamann ist nun den Liberal-Konservativen Reformern beigetreten.
Die Kleinstpartei LKR von Bernd Lucke ist nun im Bundestag vertreten, nachdem der frühere AfD-Abgeordnete Uwe Kamann der Partei beigetreten ist. Kamann, der die AfD 2018 im Streit verließ, wolle eine "Brandmauer gegen die toxische AfD" bilden.

Es gibt eine neue Partei im Bundestag: Nachdem der frühere AfD-Abgeordnete Uwe Kamann in die Partei der Liberal-Konservativen Reformer (LKR) eingetreten ist, ist diese nun im Bundestag vertreten. Der nordrhein-westfälische Abgeordnete hatte die AfD 2018 aus Protest gegen rechtsextreme Tendenzen verlassen und war seitdem fraktionsloses Mitglied des Bundestages.

Die LKR wurde 2015 von AfD-Gründer Bernd Lucke als Reaktion des wirtschaftsliberalen Flügels gegen eine von ihm konstatierte drohende rechtsextreme Ausrichtung der Partei gegründet. Zunächst nannte sich die Partei ALFA, sie musste sich nach einem Namensstreit jedoch umbenennen. An der Bundestagswahl 2017 hat die LKR nicht teilgenommen, doch mit dem Eintritt Kamanns ist sie nun mit einem Mitglied im Bundestag vertreten.

Gegenüber der Welt erklärte Kamann, dass "die CDU weiter in Richtung Mitte-links gerückt" und "die FDP durch eine gewisse Beliebigkeit gekennzeichnet" sei:

Dadurch ist ein Vakuum im liberal-konservativen Bereich entstanden, das ich nicht der AfD überlassen will. Die LKR als kleine Partei hat das Potential, in dieses Vakuum hineinzugehen.

Weiterhin erklärte er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur:

Dort kann sie als Brandmauer gegen die toxische AfD fungieren.

Die derzeit bundesweit etwa 800 Mitglieder starke Partei will zur Bundestagswahl 2021 mit Landeslisten in allen 16 Bundesländern antreten. Aktuell wolle man sich, so der Vorsitzende Jürgen Joost, durch den Eintritt Kamanns "vom Rednerpult des Bundestages aus in die Tagespolitik einmischen".

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