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Berlin2908: "Wir sind keine Covidioten" – Zehntausende Menschen demonstrieren an Siegessäule

Berlin2908: "Wir sind keine Covidioten" – Zehntausende Menschen demonstrieren an Siegessäule
Zehntausende Menschen demonstrieren am 29. August auf der Straße des 17. Juni in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung.
Am frühen Nachmittag sorgte die Polizei für Empörung, indem sie ankündigte, die Demonstration gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen aufzulösen. Seitdem kam es zu vereinzelten Konflikten zwischen Polizei und Demonstranten, größtenteils bleiben die Demos aber friedlich.

Als Grund für die Auflösung der Demonstration nannte die Polizei Berlin die Nichteinhaltung des Mindestabstands. Das sorgte für einigen Unmut bei den Demonstranten, die sich von den Beamten in die Enge gedrängt fühlten.

In der Folge kam es zu einigen kleineren Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten, die zu Festnahmen und leichter Gewaltanwendung führten. Die Polizei setzte am Nachmittag auch einen Hubschrauber ein, um die Situation aus der Luft zu beobachten. Mindestens eine Reiterstaffel und Wasserwerfer stehen zum Einsatz bereit, sollte die Lage eskalieren.

An der Siegessäule errichteten die Organisatoren der Initiative "Querdenken 711" eine Hauptbühne, auf der zahlreiche Redner auftreten. Als wohl bekanntesten Gast konnten sie Robert F. Kennedy gewinnen, den Neffen des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, der 1963 ebenfalls in Berlin mit den Worten "Ich bin ein Berliner" Geschichte schrieb.

Laut Polizeisprecher Thilo Cablitz befinden sich allein auf dem Großen Stern bei der Siegessäule "mehrere Zehntausend" Menschen, die den Rednern zuhören. Obwohl es keine verlässlichen Zahlen zur Gesamtzahl gibt, sprechen manche von einer Obergrenze von zwei Millionen Menschen, die sich heute in Berlin versammelten und gegen die Corona-Maßnahmen, aber auch gegen die Bundesregierung selbst protestieren.

Unterdessen bestätigte auch das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe das gestrige Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts, wonach die kurzfristige Absage der Demonstrationen am Mittwoch auf Betreiben von Innensenator Andreas Geisel (SPD) nicht rechtens war. Die Richter lehnten einen Eilantrag zur "Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung" ab, mit dem noch heute Nacht um 1.34 Uhr erneut versucht wurde, die Proteste abzusagen.

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