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"Massenmörder, hau ab!" – Gesundheitsminister Spahn von Wahlkampfauftritt aus Wuppertal vertrieben

"Massenmörder, hau ab!" – Gesundheitsminister Spahn von Wahlkampfauftritt aus Wuppertal vertrieben
Symbolbild
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn war am 24. August in NRW unterwegs, um die dortige CDU beim anstehenden Wahlkampf zu unterstützen. Ein Schwerpunkt war dabei der Besuch Wuppertals. Doch statt Jubel hörte er dort Buhrufe und "Hau ab!". Dies belegen zahlreiche im Netz kursierende Videos.

Jens Spahn, seines Zeichens Gesundheitsminister im Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel, weilte am 24. August in Wuppertal, um nach eigenen Angaben auf dem dortigen Johannes-Rau-Platz vor dem Rathaus mit Bürgern der Stadt ins Gespräch zu kommen und Werbung für seine Parteifreunde und die Schwarz-Grün-Kandidaten beim Kommunalwahlkampf zu machen. 

Auf zahlreichen im Netz kursierenden Videos ist jedoch zu sehen und zu hören, wie der Minister auf dem Platz von Corona-Kritikern mit Buhrufen und Pfiffen empfangen wurde. 

Die anwesenden Spahn-Kritiker verwiesen zudem auf das Grundgesetz:

Auch "Pfui!" und "Hau ab!" wurde gerufen. 

Außerdem skandierten einige Demonstranten "Massenmörder, Massenmörder!". 

Die Westdeutsche Zeitung sprach in diesem Zusammenhang von einem "aufgebrachten Mob" sowie einer Szenerie, die an "eine aus dem Ruder gelaufene Pegida-Demonstration" erinnere. Die zur Funke Mediengruppe gehörende Tageszeitung Der Westen schrieb von "Corona-Radikalen". 

Jens Spahn erklärte, dass er die Meinung Andersdenkender respektiere, "aber dass der eine den anderen niederbrüllt, ist nicht die Art der Diskussion, die uns am Ende weiterbringt."

Laut der Wuppertaler Rundschau verließ Spahn bereits nach einer knappen halben Stunde den Platz und zog sich in seine gepanzerte Limousine zurück. Dabei schrie ihm eine Frau noch zu:

Hören Sie auf, unsere Kinder zu quälen! Wir lassen uns zu gar nichts zwingen!

Eigentlich war geplant, dass Spahn eine ganze Stunde auf dem Rathausvorplatz verbleiben sollte.

Die Wuppertaler CDU kündigte Strafanzeige gegen die "Störer" an. In der Mitteilung der örtlichen CDU heißt es unter anderem:

Eine offenbar gut organisierte Truppe von Corona-Leugnern hat mit Trillerpfeifen, Trommeln, Megafon und Ketchupflaschen bei ohrenbetäubendem Geschrei jegliche Auseinandersetzung, jegliches Gespräch unmöglich gemacht.

Wenn Wuppertalerinnen und Wuppertaler mit physischer Gewalt bedroht werden ("Du bist die Nächste"), wird die Grenze des strafrechtlich Relevanten weit überschritten. Hier sind die Ordnungsbehörden aufgefordert, aus eigener Verantwortung tätig zu werden und gegen die Verantwortlichen zu ermitteln. Zudem erstattet die CDU auch Strafanzeige und stellt Strafantrag gegen die unbekannten Täter wegen aller infrage kommenden Delikte.

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