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Nach Brandanschlag auf Berliner Kiezkneipe: Staatsschutz prüft antisemitisches Motiv

Nach Brandanschlag auf Berliner Kiezkneipe: Staatsschutz prüft antisemitisches Motiv
Ein Absperrband der Polizei hängt vor dem Eingang der ausgebrannten Kneipe "Morgen wird besser" in Berlin-Lichtenberg.
Nach einem Brandanschlag auf eine Kneipe in Berlin-Lichtenberg hat der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz im Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. Es bestehe der Verdacht der schweren Brandstiftung, zitiert rbb einen Sprecher der Behörde.

Die Kiezkneipe mit dem Namen "Morgen wird besser" brannte am Freitag in den frühen Morgenstunden nach Ladenschluss aus und wurde dabei fast vollständig zerstört, wie Aufnahmen aus dem Inneren des Lokals zeigen. 

Der jüdische Besitzer geht von einer politisch motivierten Tat aus. Er habe immer wieder Drohungen erhalten, die letzte am Montag vor dem Brand.

Nach Informationen des Tagesspiegel handelt es sich bereits um den vierten Anschlag innerhalb weniger Jahre auf die Location. Laut Anwohnern habe die im Mai 2014 eröffnete Kneipe von Anbeginn im Visier von Neonazis gestanden.

Die Drohungen hätten in letzter Zeit zugenommen, so der Besitzer, der einen antisemitischen Hintergrund für den Brandanschlag vermutet. Auf die Tür wurde neben einem Davidstern die Zahl 28 eingeritzt, die in rechtsextremen Kreisen als Chiffre für die militante Organisation "Blood and Honour" genutzt wird, deren deutscher Ableger im September 2000 verboten wurde. 

Die "Antifaschistische Vernetzung Lichtenberg" hat für Dienstagabend zu einer Solidaritätskundgebung für die Kneipe aufgerufen. Da diese sich im Erdgeschoss eines Wohnhauses befindet, hätten die Täter "den Tod von Menschen mindestens in Kauf genommen", heißt es in einem Aufruf. Diesem schloss sich auch Hanna Reichhardt an. Die stellvertretende Bundesvorsitzende der Jusos ist eine Anwohnerin, das "Morgen wird besser" nach eigenen Worten ihre Stammkneipe. "Ich hasse und ich liebe diesen Kiez", schrieb sie in einem ersten Tweet zu dem Anschlag.

Mehr zum Thema - Affäre um "NSU 2.0"-Drohmails: Ex-Polizeibeamter aus Bayern und Ehefrau vorläufig festgenommen 

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