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Nach Corona-Demo in Berlin: Politik und Mainstream-Medien mit Kritik

Nach Corona-Demo in Berlin: Politik und Mainstream-Medien mit Kritik
Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin am 1. August 2020.
Mündige Bürger oder "Covidioten". In Berlin protestieren Tausende gegen die staatlichen Auflagen im Zuge der Corona-Krise. Politik und Mainstream-Medien zeigen wenig Verständnis. Auch der Regierende Berliner Bürgermeister Michael Müller kritisiert die Veranstaltung.

Nach der Demonstration von rund 20.000 Menschen in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen kommen von Seiten der Politik klare Zeichen für die Fortsetzung des Kurses zur Bekämpfung der Pandemie. CSU-Chef Markus Söder sprach sich angesichts der steigenden Zahl an Neuinfektionen gegen weitere Lockerungen aus. "Wir müssen damit rechnen, dass Corona mit voller Wucht wieder auf uns zukommt", sagte der bayerische Ministerpräsident der Bild am Sonntag. Gefragt sei absolute Wachsamkeit. "Das Virus bleibt eine Daueraufgabe, die uns permanent unter Stress setzt."

Dunja Hayali auf dem roten Teppich zur Eröffnungsfeier der 69. Berlinale und der Vorführung des Films

Viele Menschen seien im Umgang mit dem Virus leider leichtsinniger geworden, sagte Söder. "Dazu gehören auch die extremen Lockerer und Verschwörungstheoretiker, die alle Maßnahmen schnellstens aufheben wollten."

Trotz wieder steigender Infektionszahlen hatten am Samstag Tausende Menschen in Berlin protestiert. Nach Schätzungen der Polizei schlossen sich bis zu 17.000 Menschen einem Demonstrationszug an, rund 20.000 beteiligten sich anschließend an einer Kundgebung. Die Organisatoren sprachen von über eine Million Teilnehmern. Die Demonstranten forderten ein Ende aller Auflagen.

Auch in den Mainstream-Medien gab es Kritik. So titelte der Berliner Tagesspiegel in einem Kommentarbeitrag: "Ohne Maske, ohne Respekt, ohne Scham." Der Einstieg in den Beitrag liest sich folgendermaßen: "Bunt gemischt sind sie, angereist aus der ganzen Republik, Familien demonstrieren gemeinsam mit Rechtsextremen, Esoteriker mit bedrückt blickenden Frauen aus Wolfsburg, Antisemiten mit den 'Corona-Rebellen' aus Düsseldorf". 

In den sozialen Medien gab es ebenfalls viele Reaktionen. Unter dem Hashtag #Berlin0108 äußerten viele Unverständnis für die Demonstranten. Eine Twitter-Userin schrieb: "Glückwunsch an alle Demonstranten gestern in #Berlin0108. Ihr habt genau das bewirkt, was ihr nicht wolltet: Eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Bye, bye Lockerungen."

Da bereits während der Demonstration die Hygiene-Regeln nicht eingehalten wurden, stellte die Polizei Strafanzeige gegen den Leiter der Versammlung. Der erklärte den Demonstrationszug am Nachmittag für beendet. Weil auch auf der anschließenden Kundgebung viele Demonstranten weder die Abstandsregeln einhielten, noch Masken trugen, begann die Polizei am frühen Abend, die Versammlung aufzulösen.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) kritisierte die Teilnehmer scharf. Die Demonstranten würden die Fakten nicht zur Kenntnis nehmen und riskierten damit die Gesundheit anderer Menschen, sagte Müller in der rbb-Abendschau. Es gebe noch keinen Impfstoff und kein Medikament, man sei noch nicht über den Berg.

Zu der Demonstration unter dem Motto "Das Ende der Pandemie – Tag der Freiheit" hatte die Initiative "Querdenken 711" aufgerufen. In Stuttgart hat diese Initiative bereits wiederholt demonstriert.

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(rt/dpa)

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