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Nach Randale in Stuttgart und Frankfurt: Grüne Jugend fordert freie Räume und "Sozialarbeiter*innen"

Nach Randale in Stuttgart und Frankfurt: Grüne Jugend fordert freie Räume und "Sozialarbeiter*innen"
Weniger Verbote, mehr Sozialarbeiter? Zerstörtes Schaufenster in Stuttgart im Juni 2020
Nach den Krawallen von Frankfurt und Stuttgart bezieht die Grüne Jugend deutlich Position: Es brauche weder Repression noch Verbote, sondern freie Räume und "Sozialarbeiter*innen" für junge Menschen. Wenigstens auf Twitter stoßen sie mit dieser Haltung auf wenig Zustimmung.

Die Grüne Jugend hat auf die Krawalle in Frankfurt am Main am vergangenen Wochenende und ähnliche Gewalttaten in Stuttgart vor einem Monat reagiert. In einem Tweet vom Montag sprach sich die Jugendorganisation der Grünen gegen Verbote aus. Stattdessen brauche es öffentliche Räume für "junge Menschen" und "Sozialarbeiter*innen":

Repression und Verbote werden die Bilder aus Stuttgart und Frankfurt nur wiederholen. Damit das nicht passiert, braucht es öffentliche Räume, in denen junge Menschen sich treffen können – und Sozialarbeiter*innen, die Situationen deeskalieren können. Menschen brauchen Freiraum.

Bei den Kommentatoren auf Twitter stieß die Grüne Jugend mit ihren Forderungen gleichermaßen auf Kritik und Spott – aber es gab auch Unterstützung. In den ersten Kommentaren unter dem Tweet hieß es:

Ihr seid so fehlgeleitet es ist unfassbar! Ich habe im Mittleren Osten unterrichtet. Die Schüler haben sich während der Stunde zu prügeln begonnen, weil einem nicht gepasst hat, was der Andere gesagt hat … Benutzt endlich Euer Hirn und redet mit Leuten, die vor Ort Erfahrung gemacht haben. Unser anti-autoritärer Schwachsinn zieht bei Menschen dieser Regionen nicht!

Ein anderer Nutzer schrieb:

Wenn Menschen "Freiraum" wollen, müssen Sie sich an Regeln halten. Niemand hat das Recht auf Krawalle, Zerstörungen, Plünderungen, Gewalt gegen Polizei. Nicht Repressionen und Verbote helfen, die Polizei braucht politische Rückendeckung für ein hartes, konsequentes Durchgreifen.

Eine Kommentatorin spottete:

Dieses Statement könnte auch von Hippie-Eltern stammen. "Der Finn-Luca braucht einfach nur seinen Freiraum. Bloß weil er völlig am Rad dreht, bedeutet es nicht, dass unsere Erziehung versagt hat."

Kein Herz für Nation und Patriarchat: Der neue Bundesvorstand der Grünen Jugend

Ein anderer Nutzer empfahl den Junggrünen mit gutem Beispiel voranzugehen:

Dann schlage ich vor, IHR lauft mit Birkenstock Latschen und grünem Tee zu den traumatisierten Goldstücken und deeskaliert mal schön. Viel Erfolg

Dagegen stimmte etwa das Jugendparlament Jena der Grünen Jugend zu – und unterstellte der Polizei "Hass und Gewalt":

Trotz der ganzen Kritik in den Kommentaren. Wir sehen Prävention als wichtigste Maßnahme gegen gewaltsames Handeln. In den heutigen Zeiten gilt es Jugendliche* in einem sozialen Miteinander zu unterstützen und ihnen nicht Hass und Gewalt durch die Polizei zu lehren.

Andere Nutzer werteten jeden Hinweis auf die Herkunft der Täter als rassistisch. Ein Nutzer bedankte sich deshalb bei den Grünen:

Mit Erschrecken stelle ich fest, dass da fast nur rassistische Kommentare auf Euren Tweet reagieren. Daher von mir ein Danke dafür, dass Ihr Euch Gedanken macht und das in der stimmigen Richtung.

Vor wenigen Wochen hatte die Grüne Jugend den Sturz einer "rassistischen Statue" im englischen Bristol gefeiert. Auch Polizeigewalt ist ein beliebtes und wiederkehrendes Thema auf dem Twitter-Account der Grünen Jugend. Auf ihrem Bundeskongress im vergangenen Herbst erklärten Vertreter der Organisation, für "queerfeministische Klimagerechtigkeit" kämpfen und die Zweigeschlechtlichkeit überwinden zu wollen.

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