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Sensationsfund: Deutschlands größter Steinmeteorit lag jahrzehntelang im Garten

Sensationsfund: Deutschlands größter Steinmeteorit lag jahrzehntelang im Garten
Bereits im Jahr 1989 entdeckte Hansjörg Bayer den vermeintlichen Stein, als er in seinem Garten in 50 Zentimetern Tiefe ein Rohr verlegen wollte
Jahrzehnte liegt ein 30 Kilogramm schwerer Brocken im Garten von Hansjörg Bayer. Er hält ihn für einen Stein, wenn auch einen ungewöhnlichen. Irgendwann lässt er einen Fachmann einen Blick darauf werfen und erfährt: Der vermeintliche Stein ist eine Sensation.

Bereits im Jahr 1989 entdeckte Hansjörg Bayer den vermeintlichen Stein, als er in seinem Garten in Blaubeuren ein Rohr verlegen wollte. Im Jahr 2015 war er kurz davor, ihn zu entfernen. "Das wäre schade um den Stein", dachte sich Bayer aber und hievte ihn in den Keller. Dort lag er weitere fünf Jahre in einem alten Kleiderschrank. Im Januar dieses Jahr wollte er den Keller aufräumen, als ihm erneut die Besonderheit des Brockens bewusst wurde. Nach all den Jahren dachte er, dass dieser einfach nicht zu der Art Kalkstein passt, die er aus der Region kennt. Bayer suchte den Kontakt zu einem Fachmann – nicht ahnend, dass er jahrelang den bislang größten in Deutschland je entdeckten Steinmeteoriten bei sich zu Hause gelagert hatte.

Das 20 Gramm leichte Fragment des Brockens aus Bayers Garten landete bei Meteoritenforscher Dieter Heinlein vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Heinlein tippte zunächst auf Eisenerz. Nach Untersuchungen in drei unterschiedlichen Laboren stellte sich jedoch heraus, dass es sich um einen Meteoriten handelte. Das Fundstück hat eine Masse von 30,26 Kilogramm. Bislang war der bei Oldenburg gefundene "Benthullen"-Meteorit mit einem Gewicht von 17,25 Kilogramm laut dem DLR der Rekordhalter. Heinlein könnte sich vorstellen, dass der Meteorit vor Hundert bis einigen Tausend Jahren auf die Erde geprallt war. 

Viele Laien verwechseln Eisenerze mit Meteoriten, sagt Heinlein. Jährlich bekomme er zahlreiche Einsendungen. Mit Meteoriten sei es ähnlich wie mit Lottospielen, findet der Experte. Man könne das Glück nicht erzwingen, einen zu finden:

Über die vielen Jahre ist es enttäuschend, wenn man den Leuten immer wieder sagen muss, dass es kein Meteorit ist.

Meteoritenfunde sind laut Heinlein sehr selten. Über die Jahrhunderte hat es in Deutschland nur 52 Funde gegeben. Das liegt auch daran, dass sie im hiesigen Klima vergleichsweise schnell verwittern.

Der Fund wird nun weiter untersucht. Bayer findet, der Meteorit müsse anschließend in einem Museum ausgestellt werden. 

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