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Statistisches Bundesamt meldet historischen Tiefststand bei Verkehrstoten in Deutschland

Statistisches Bundesamt meldet historischen Tiefststand bei Verkehrstoten in Deutschland
Statistisches Bundesamt meldet historischen Tiefstand bei Verkehrstoten in Deutschland. Symbolbild: Ein Motorrad auf der Landstraße bei Bartholomä in Baden-Württemberg, 4. Juli 2020
Die Zahl der Verkehrstoten sinkt in Deutschland seit Jahrzehnten. Im vergangenen Jahr kamen etwa dreitausend Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Das ist der niedrigste Stand seit Jahrzehnten. Es gibt aber deutliche Unterschiede unter den Teilnehmern am Straßenverkehr.

Im Jahr 2019 sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Dienstag 3.046 Menschen bei Verkehrsunfällen in Deutschland gestorben. Das war der niedrigste Stand, seit vor mehr als 60 Jahren begonnen wurde, diese Statistik zu erfassen. Die Zahl der Verkehrstoten ging im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent zurück.

Gleichzeitig erfasste die Polizei auf den deutschen Straßen 2,7 Millionen Verkehrsunfälle, das sind so viele wie noch nie seit dem Jahr 1991. Bei etwa elf Prozent der Unfälle wurde ein Mensch getötet oder verletzt. Auch die Zahl der Verletzten sank damit im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent.

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Im Vergleich zum Jahr 2010 ging die Zahl der Verkehrstoten sogar um 16,5 Prozent zurück. Allerdings gab es deutliche Unterschiede zwischen den wichtigsten Teilnehmergruppen am Straßenverkehr: Die Zahl der getöteten PKW-Insassen lag im vergangenen Jahr um 25,9 Prozent niedriger als im Jahr 2010. Bei Motorisierten, die auf einem Kraftrad wie einem Mofa oder Motorrad ums Leben kamen, sowie bei Fußgängerinnen und Fußgängern fiel der Rückgang mit 14,7 Prozent beziehungsweise 12,4 Prozent geringer aus. Die Zahl der Getöteten auf einem Fahrrad stieg dagegen seit dem Jahr 2010 um 16,8 Prozent drastisch.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ereignen sich die meisten Unfälle mit einem Fahrrad im Sommerhalbjahr. Allerdings ist die Fahrrad-Saison in den vergangenen Jahren länger geworden, denn immer mehr Menschen nutzen das Fahrrad für den Weg zur Ausbildung oder zur Arbeit. Vermutlich deshalb gibt es an Wochentagen mehr Fahrradunfälle als an Wochenenden.

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