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Werteunion kritisiert geplante Frauenquote in der CDU – und fordert Aufwertung

Werteunion kritisiert geplante Frauenquote in der CDU – und fordert Aufwertung
Die CDU soll noch weiblicher werden: Die Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer und ihre Vorgängerin Angela Merkel im Juni 2020 im Bundestag
Die CDU soll eine Frauenquote für die Vergabe von Ämtern und Funktionen bekommen. So will es die Parteiführung. Skeptisch gegenüber diesen Plänen zeigt sich die Werteunion, die für sich in der Partei zudem eine größere Rolle beansprucht.

Die Werteunion, ein Zusammenschluss konservativer Mitgliederinitiativen innerhalb der Union, hat eine Aufwertung innerhalb der CDU gefordert. Zuvor hatte sich die Strukturkommission der Partei am Mittwoch mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) als sogenannte Sonderorganisation fest in der Partei zu verankern.

Alexander Mitsch, der Vorsitzende der Werteunion, forderte daraufhin für seine Organisation einen ähnlichen Status. Der Saarbrücker Zeitung sagte er:

Wir sind mit 4.500 Mitgliedern deutlich größer als der Bundesverband der Lesben und Schwulen in der Union. Das darf man nicht ignorieren.

Bislang besitzen der Evangelische Arbeitskreis der CDU/CSU und der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) den Status als Sonderorganisation. 

Mitsch nannte es richtig, den verschiedenen Strömungen in der Union eine stärkere Rolle zuzugestehen. Wenn die CDU-Führung konsequent sein wolle, müsse sie auch die Werteunion aufwerten. Möglich sei dies auch durch das Gewähren von mehr Präsenz- und Antragsrechten, wodurch man die eigenen Ideen stärker in die Partei einbringen könne.

Die von der Strukturkommission ebenfalls empfohlene und von der Parteiführung offenbar gewünschte verbindliche Frauenquote von 50 Prozent für Ämter und Funktionen in der CDU lehnte Mitsch ab. Dies erinnere ihn an "sozialistische Denkweisen", die in der Union nichts zu suchen hätten.

Auch aus der Jungen Union und dem CDU-Wirtschaftsrat gab es Kritik an der Frauenquote. Astrid Hamker, die Präsidentin des Wirtschaftsrates, sagte der Passauer Neuen Presse:

Bei der CDU frage ich mich, ob sie angesichts einer Bundeskanzlerin, einer EU-Kommissionspräsidentin und derzeit noch einer Parteivorsitzenden sowie drei von fünf Spitzen ihrer Bundesministerien in weiblicher Hand überhaupt diese Frauendebatte braucht.

Unterstützung für die Quote kam dagegen von dem früheren Bundestagsabgeordneten Ruprecht Polenz, der heute als führender Vertreter des liberalen Flügels gilt. Auch im medialen Mainstream überwog die Zustimmung.

Bereits in der vergangenen Woche hatten die Tagesthemen in einem Tweet die neue "Frauenpower" in Person der CDU-Frauen Angela Merkel als Ratspräsidentin und Ursula von der Leyen als Kommissionspräsidentin an der Spitze der EU gefeiert.

Die von der Strukturkommission vorgeschlagenen Satzungsänderungen sollen die CDU "moderner" machen und sie "stärker der Digitalisierung öffnen". Endgültig entschieden über die Änderungen wird beim CDU-Parteitag Anfang Dezember in Stuttgart, auf dem auch eine neue Führung gewählt werden soll.

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