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Corona-Ausbruch bei Tönnies: Ein Fünftel der Fleischproduktion in Deutschland betroffen

Corona-Ausbruch bei Tönnies: Ein Fünftel der Fleischproduktion in Deutschland betroffen
Symbolbild
Wegen des Corona-Ausbruchs ist der Schlachtbetrieb bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gestoppt. Hunderte Mitarbeiter des Unternehmens sind Tests zufolge infiziert. Die Schließung hat Auswirkungen auf den Markt für Fleischprodukte in Deutschland.

Mit mindestens 657 Infizierten gibt es erneut einen folgenreichen Corona-Ausbruch in einer deutschen Fleischfabrik. Betroffen ist diesmal der Schlachtereibetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. Insgesamt lagen am Mittwochabend 983 Testergebnisse vor, davon 326 negativ, wie ein Sprecher des Kreises Gütersloh mitteilte. Dies sei nur ein Zwischenstand. 

Für alle Interessierten steht die sogenannte Corona-Warn-App seit Dienstagmorgen zum Download bereit

Die Produktion in dem Schlachtbetrieb in Westfalen wurde vorübergehend eingestellt, der Kreis Gütersloh schließt Schulen und Kitas und stellt gut 7.000 Menschen unter Quarantäne. Betroffen seien alle Personen, die auf dem Werksgelände gearbeitet hätten, sagte Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) am Mittwoch. Sie würden nun nach und nach auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Einen allgemeinen Lockdown für den Kreis werde es nicht geben, obwohl die wichtige Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen deutlich überschritten sei.

Die Schlachtungen seien bereits am Mittwochmittag eingestellt worden, nun würden weitere Bereiche nach und nach heruntergefahren, teilte das Unternehmen mit. Wie lange der Produktionsbereich geschlossen bleibe, müssten die Behörden nach Lage entscheiden.

Durch die Schließung des Schlachtbetriebs bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück fehlen nach Angaben des Gütersloher Landrats 20 Prozent der Fleischprodukte auf dem deutschen Markt. Das sei kein Grund für Hamsterkäufe, sagte Adenauer am Mittwoch. "Aber das ist schon eine deutliche, hohe Zahl."

Auch die Schweinezüchter seien durch den Stopp des Schlachtbetriebs vor Probleme gestellt, weil ihre Schweine so gezüchtet werden, dass sie zu einem bestimmten Termin schlachtreif seien. Die Tönnies-Gruppe bemüht sich nach eigenen Angaben, an anderen Standorten die Produktion zu steigern, um die Ausfälle zu kompensieren.

Mitarbeiter im Heimaturlaub könnten nach Ansicht des Schlachtunternehmens Tönnies das Coronavirus eingeschleppt und somit den Ausbruch mitverursacht haben. Viele der häufig aus Rumänien und Bulgarien stammenden Beschäftigten hätten die langen Wochenenden für einen Heimaturlaub genutzt, erklärte Gereon Schulze Althoff, Leiter des Pandemiestabs bei der Firma Tönnies, am Mittwoch in Gütersloh.

"Wenn ein oder zwei oder auch fünf eine Infektion mitbringen und die dann zum falschen Moment am falschen Platz sind und diese Infektion verbreiten, kann das dazu führen, dass man damit einen Herd ausgebildet hat", sagte Schulze Althoff weiter. Allerdings sei es noch zu früh für eine abschließende Bewertung.

(dpa/rt)

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