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"Ich war neugierig": Polizist aus Bayern gesteht dutzendfachen Missbrauch an Jungen

"Ich war neugierig": Polizist aus Bayern gesteht dutzendfachen Missbrauch an Jungen
Der 60-jährige Polizist (rechts im Bild) hat am Montag vor dem Landgericht München II den sexuellen Missbrauch an mehreren Jungen gestanden.
Ein ehemaliger Polizist gesteht vor dem Landgericht München II den sexuellen Missbrauch an mehreren Jungen in zahlreichen Fällen. Der 60-Jährige, der seit mehr als einem Jahr in U-Haft sitzt, war lange für die Feuerwehr aktiv. Dort soll er sich seine Opfer gesucht haben.

Der 60 Jahre alte deutsche Angeklagte sitzt seit mehr als einem Jahr in Untersuchungshaft. Der Polizeibeamte, der Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr war, galt er als engagierter Ehrenamtler. Er war nicht nur für die Feuerwehr aktiv, sondern auch für den Kreisjugendring. Seine Vorgehensweise soll immer ähnlich gewesen sein: Der Mann gab sich als Vertrauensperson aus und fing dann an, Pornobilder zu verschicken oder vergriff sich schließlich an seinen Schutzbefohlenen. "Ich könnte mich ohrfeigen, aber ich kann es nicht mehr rückgängig machen", sagte der Angeklagte. Er begründete seine Handlungen mit Neugier:

Ich war einfach neugierig, ich kann's nicht erklären.

Der 60-Jährige verglich sein Verhalten mit dem eines Kindes, das "an Weihnachten durchs Schlüsselloch" schaut, schob aber gleich hinterher, dass das "ein blödes Beispiel" war.

Der wegen schwerem Kindesmissbrauch verurteilte Bundeswehrsoldat Bastian S.

"Unser Mandant räumt den sexuellen Missbrauch an allen Geschädigten vollumfänglich ein", hieß es in einer Erklärung, die sein Anwalt vor Gericht verlas. Er werde die Verantwortung dafür übernehmen, "auch wenn er die Taten nicht ungeschehen machen kann".

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 60-Jährigen vor, sich vor allem bei seiner ehrenamtlichen Tätigkeit bei der freiwilligen Feuerwehr an Jungen, von denen einige unter 14 Jahren alt und damit noch Kinder waren, vergangen zu haben – unter anderem auf einem Segelboot auf dem Starnberger See. In einem Fall soll er einem 17-Jährigen, zu dem er im Internet Kontakt aufnahm, 20 Euro für sexuelle Dienste gegeben haben – ausgeführt im Keller des Elternhauses des Jungen.

Einem seiner minderjährigen Praktikanten bei der Feuerwehr soll er Pornobilder per WhatsApp und Instagram geschickt haben. Darunter sollen auch intime Bilder seiner Ehefrau gewesen sein. Diese sollen ohne ihr Wissen verschickt oder online hochgeladen worden sein. Auf dem Tablet des Angeklagten fanden die Ermittler Kinder- und Jugendpornos. Das Material, das junge Kinder zeige, kenne er aber nicht. Er wisse nicht, woher es stamme.

Das umfassende Geständnis ist Teil eines Deals. Alle Prozessbeteiligten einigten sich auf einen Strafrahmen zwischen vier Jahren und drei Monaten und fünf Jahren und drei Monaten. Für den Prozess sind drei Verhandlungstage angesetzt, das Urteil wird voraussichtlich am Freitag fallen.

Die Polizei nahm die Ermittlungen auf, nachdem eines der mutmaßlichen Opfer nach fast 20 Jahren Anzeige erstattet hatte. Zur selben Zeit wandte sich ein Vater an die Polizei. Sein Sohn soll nach einem Praktikum bei der Polizei pornografische Fotos und Filme vom Angeklagten erhalten haben.

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