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Unter dem Medienradar: Brandanschlag bei Demo gegen Corona-Beschränkungen in Stuttgart

Unter dem Medienradar: Brandanschlag bei Demo gegen Corona-Beschränkungen in Stuttgart
Im Vorfeld der Stuttgarter Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen der Bundesregierung kam es zu einem Brandanschlag auf Lkw mit Veranstaltungstechnik.
Bundesweit kam es am Wochenende erneut zu Protestkundgebungen gegen die Corona-Beschränkungen. In Stuttgart versammelten sich am Samstag demnach über 5.000 Menschen. Im Vorfeld wurde ein Brandanschlag auf drei Lkw mit Veranstaltungstechnik verübt – ohne das übliche Medienecho hervorzurufen.

Wie in weiteren deutschen Städten auch wurde am Samstag in Stuttgart erneut gegen die Corona-Beschränkungen der Bundesregierung demonstriert. Auf dem Cannstatter Wasen waren im Rahmen der städtischen "Abwägung von Infektionsschutz und der Versammlungsfreiheit" allerdings nur 5.000 Teilnehmer erlaubt.

Auf dem Alexanderplatz in Berlin führen Polizisten einen Demonstranten ab (9. Mai 2020).

Veranstalter Michael Ballweg hatte demzufolge 500.000 Menschen bei der Stuttgarter Stadtverwaltung angemeldet, weshalb sich zahlreiche Menschen auch außerhalb des ausgewiesenen Geländes zusammenfanden. Gegen 15.30 Uhr war die genehmigte Menge von Teilnehmern auf der Versammlungsfläche nach Einschätzung der Versammlungsbehörde und des Einsatzleiters der Polizei erreicht. Hunderten hinzukommenden Teilnehmern wurde für eine Versammlung eine Fläche auf der Mercedesstraße zugewiesen.

Wie die Stuttgarter Polizei mitteilte, kam es bereits vor der Versammlung kurz nach 14 Uhr zu einem Angriff einer "Gruppe mutmaßlich Linker" in der Mercedesstraße auf Höhe der Mercedes-Benz-Arena auf drei Passanten, die offensichtlich auf dem Weg zur Versammlung waren. Rettungskräfte kümmerten sich demnach um die Verletzten und brachten sie in Krankenhäuser.

Die Täter flüchteten sofort, die Ermittlungen dauern an", hieß es seitens des Polizeipräsidiums Stuttgart.

Doch bereits in der Nacht zum Samstag sollen demnach bislang unbekannte Täter drei Lastwagen eines Unternehmens für Veranstaltungstechnik im Vorfeld der Protestaktion in Brand gesetzt haben. Ein Anwohner, der die Ereignisse von seinem Balkon aus beobachtet haben will, sprach von vier vermummten Personen. Die Lastwagen seien zum Zeitpunkt des Brandanschlags jedoch noch nicht beladen gewesen, heißt es seitens der Polizei.

Die Tat könnte im Zusammenhang mit der Anti-Corona-Demonstration stehen", heißt es nun.

Die Fahrzeuge waren demzufolge dafür vorgesehen, Technik für die zu diesem Zeitpunkt noch bevorstehende Demonstration auf dem Cannstatter Wasen zu transportieren, erklärte ein Polizeisprecher am Samstag. Der durch den Anschlag auf die Lkw erzeugte Schaden beläuft sich nach Angaben der Veranstalter auf 200.000 Euro.

In Anbetracht des "dramatischen Zwischenfalls" äußern Beobachter ihr Erstaunen darüber, dass am Wochenende kaum eines der etablierten Medienerzeugnisse von dem Anschlag Notiz nahm.

Die Stuttgarter Großveranstaltung fand unter dem Motto "Mahnwache für das Grundgesetz" statt. Organisiert hatte sie die Initiative "Querdenken 711". Auf deren Internetpräsenz wurde nun ein Spendenaufruf geschaltet.

Auf unser Technik Team wurde in der Nacht am 16.05.2020 ein Brandanschlag verübt. Schaden 200.000 EUR", informiert das Veranstaltungsteam.

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