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Schlagabtausch zwischen Gauland und russischer Botschaft zum Tag der Befreiung

Schlagabtausch zwischen Gauland und russischer Botschaft zum Tag der Befreiung
Archivbild
Die russische Botschaft reagierte mit einem eindeutigen Kommentar auf Twitter auf die Aussage des AfD-Politikers Alexander Gauland, dass der 8. Mai, an dem die deutsche Wehrmacht vor den Alliierten kapitulierte, ein "Tag der absoluten Niederlage" gewesen sei.

Die Botschaft der Russischen Föderation kritisierte per Twitter am Donnerstag die Aussage des AfD-Spitzenpolitikers Alexander Gauland scharf, der zufolge der 8. Mai – das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa – "auch ein Tag der absoluten Niederlage" gewesen sei. Hierzu stellten die russischen Diplomaten klar:

Ohne 'absolute Niederlage' des Dritten Reichs, die gemeinsam durch die Sowjetunion und die Länder der Anti-Hitler-Koalition herbeigeführt wurde, wäre der schrecklichste Krieg in der Menschheitsgeschichte nicht beendet worden. Dem Holocaust und der menschenverachtenden Theorie der Rassenüberlegenheit wäre kein Ende gesetzt worden. KZ-Häftlinge wären nicht befreit worden. Es hätte keine Nachkriegsversöhnung von Völkern und auch keinen modernen deutschen Staat gegeben.

AfD-Fraktionschef Gauland hatte erklärt, dass der 8. Mai, Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa, als Feiertag zur Erinnerung an die Befreiung vom Hitlerfaschismus ungeeignet sei:

Der 8. Mai hat nicht das Potenzial zu einem Feiertag, weil er ein ambivalenter Tag ist. Für die KZ-Insassen ist er ein Tag der Befreiung gewesen. Aber es war auch ein Tag der absoluten Niederlage, ein Tag des Verlustes von großen Teilen Deutschlands und des Verlustes von Gestaltungsmöglichkeit", erklärte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Laut Gauland kann man den 8. Mai nicht "zum Glückstag für Deutschland machen". Es gebe "Positives", woran man sich erinnern könne, "aber die in Berlin vergewaltigten Frauen werden das ganz anders sehen als der KZ-Insasse".

Der israelische Botschafter in Deutschland Jeremy Issacharoff

Neben der Antwort der russischen Botschaft hagelte es auch von Kritik von anderen Kräften. Der Zentralrat der Juden in Deutschland erklärte, dass Gauland mit seiner Aussage zeige, wessen Geistes Kind er sei. Die Aussage, der 8. Mai sei eine Niederlage, finde sich häufig unter Neonazis. Der Präsident des Zentralrates Josef Schuster sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung:

Damit sollen die Deutschen vor allem als Opfer dargestellt werden. Ich empfinde das als geschichtsverzerrende Relativierung der NS-Verbrechen und verantwortungslos.

Auch von den anderen politischen Parteien gab es kritische Reaktionen. Jan Korte, der parlamentarische Geschäftsführer der Linkspartei im Bundestag, erklärte:

Überklebtes AfD-Poster in Abensberg, Deutschland, 3. September 2018.

Wer die Kapitulation Nazideutschlands noch heute allen Ernstes als Niederlage bezeichnet, zeigt eindeutig, dass er sich in der Tradition von Faschisten versteht.

Auf Nachfrage bekräftigte der Pressesprecher der AfD, Bastian Behrens:

Dass der 8. Mai ambivalent gesehen wird, das ist auch die Position der Partei.

Dieser Tag stehe nicht nur für das Ende der Herrschaft der Nationalsozialisten, sondern auch für den Verlust eines Teils des deutschen Staatsgebiets und für "massive Verbrechen an der deutschen Zivilbevölkerung".

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