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Eklat: Ukrainische Botschaft lehnt Einladung zum Gedenken an Kriegsende ab

Eklat: Ukrainische Botschaft lehnt Einladung zum Gedenken an Kriegsende ab
Die ukrainische Botschaft hat die Einladung des Berliner Regierenden Bürgermeisters Michael Müller zum Gedenken an den 75. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus ausgeschlagen. Die Botschaft begründete dies mit den schlechten Beziehungen zu Russland.

Der ukrainische Botschafter in Deutschland lehnte eine Einladung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Michael Müller zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung mit unter anderem russischen Vertretern anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung vom Hitlerfaschismus ab, wie der Tagesspiegel berichtete. Die Gedenkveranstaltung soll am 2. Mai vor einem Wohnhaus in Tempelhof stattfinden. Dort unterzeichnete am 2. Mai 1945 der Wehrmachtsgeneral Helmuth Weidling die Kapitulation der deutschen Truppen in Berlin. Eingeladen waren Vertreter Russlands, Weißrusslands und der Ukraine.

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Eine Sprecherin des Senats erklärte, Zweck der Veranstaltung sei es, "vor allem [die] russischen, ukrainischen und weißrussischen Kämpfer der Roten Armee, die Berlin eingenommen haben" zu würdigen.

Der Botschafter der Ukraine Andrei Melnik lehnte eine jedoch Teilnahme ab. Zwar bedanke er sich für die Einladung, erklärte aber:

Nicht einmal im schlimmsten Albtraum könnte ich mir vorstellen, Kränze niederzulegen an der Seite eines Vertreters des Landes, das seit über sechs Jahren zynisch einen blutigen Krieg in der Ostukraine führt.

Zudem warf der ukrainische Botschafter Russland vor, im Rahmen einer angeblichen "Aggression" 14.000 Ukrainer umgebracht zu haben. 

Anfang April 2014 befahl der damalige ukrainische Interimspräsident Alexander Turtschinow den Beginn der sogenannten Antiterror-Operation unter dem Einsatz der ukrainischen regulären Streitkräfte, der neu formierten Nationalen Garde und der sogenannten "Freiwilligen Bataillone" im Osten des Landes. Der Krieg kostete bisher mehr als 3.300 Zivilisten das Leben – überwiegend im Rebellengebiet – während die UN derzeit von insgesamt mehr als 13.000 Toten ausgeht. Im Februar 2014 kam es zu einem gewaltsamen Machtwechsel, der in die Geschichtsbücher als Kiewer Euromaidan eingegangen ist. Im postrevolutionären Taumel rutschte das Land schnell in diesen Krieg. Ein Ende ist aber trotz des diplomatischen Einsatzes aus der EU und Russland nicht in Sicht.

Aufgrund der Verweigerungshaltung der ukrainischen Diplomaten findet bereits seit fünf Jahren keine Gedenkveranstaltung statt, an denen Vertreter sowohl der Ukraine als auch Russlands teilnehmen. Während die russischen Vertreter am traditionellen Gedenken am 9. Mai teilnehmen, haben die Ukrainer ihre Veranstaltung um einen Tag auf den 8. Mai vorverlegt. Die Generäle Nazideutschlands hatten spätnachts am 8. Mai 1945 gegenüber den sowjetischen Vertretern die endgültige Kapitulation unterschrieben. Zu diesem Zeitpunkt war in der Sowjetunion bereits der 9. Mai angebrochen. Daher feiern die Völker der ehemaligen Sowjetunion diesen Feiertag traditionell am 9. Mai.

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