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Bundesregierung hat keine Anzeichen für Vertuschung der Corona-Pandemie durch China

Bundesregierung hat keine Anzeichen für Vertuschung der Corona-Pandemie durch China
Ein medizinischer Mitarbeiter am 16. April 2020 in Wuhan in der chinesischen Zentralprovinz Hubei.
Die Bundesregierung erhebt keine Vorwürfe gegen China im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie. "Der Bundesregierung ist nicht bekannt, dass China Daten zurückgehalten hat", heißt es in der Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Laut der Bundesregierung sei der Labornachweis für das Coronavirus für Definition und Zählung bestätigter Infektionsfälle erforderlich. Zwischenzeitlich hätten aber nur solche Fälle in China mit entsprechender klinischer Symptomatik und radiologischen Auffälligkeiten als bestätigter Fall gegolten. Das Gesundheitsministerium schreibt daher:

Unter Berücksichtigung der zwischenzeitlichen Lage ist die Anpassung der Falldefinition während der Epidemie in China nachvollziehbar.

China hatte zu Beginn der Epidemie bis Mitte Februar 2020 eine weniger genaue Definition für bestätigte Corona-Fälle verwendet. Erst als die Volksrepublik die Definition nachschärfte, kam es zu einem sprunghaften Anstieg der Zahl der bestätigten Infektionsfälle im Land.

Screenshot: bild.de

Die USA und andere Staaten werfen China auch deshalb vor, das wahre Ausmaß der Ausbreitung zu Jahresbeginn zunächst vertuscht zu haben. China bestreitet die Vorwürfe. Im Zuge der Aufarbeitung der Corona-Pandemie, hatte die chinesische Metropole Wuhan am Freitag die Zahl ihrer Corona-Toten um rund 50 Prozent nach oben korrigiert.

China korrigiert Zahlen für Wuhan

Wie die Behörden am Freitag berichteten, sind in der zentralchinesischen Stadt, in der die Pandemie ihren Ausgang genommen hatte, weitere 1.290 Menschen in Zusammenhang mit der Lungenkrankheit COVID-19 gestorben. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Toten in Wuhan auf 3.896. Bislang war nur von 2.579 Verstorbenen berichtet worden.

Die landesweite Gesamtzahl von bisher 3.342 Toten in China wurde am Freitag zunächst noch nicht offiziell korrigiert, dürfte sich damit aber auf mehr als 4.600 erhöhen. Die neuen Angaben bestätigen schon länger bestehende Vermutungen, dass in den offiziellen chinesischen Statistiken viele Fälle nicht mitgerechnet worden waren.

Es wurden mehrere Gründe für die erhebliche Korrektur genannt. So seien Patienten anfangs zu Hause verstorben. Die Kapazitäten zur Aufnahme und Behandlung seien unzureichend gewesen, sagte ein namentlich nicht genannter Beamter des COVID-19-Krisenzentrums der Elf-Millionen-Stadt der Nachrichtenagentur Xinhua. "Ein paar medizinische Einrichtungen haben sich nicht rechtzeitig mit dem System zur Vorbeugung und Kontrolle verbunden."

Der Vorsitzende des Generalstabschefs, General Mark Milley, und US-Verteidigungsminister Mark Esper während einer Pressekonferenz im Pentagon in Arlington, Virginia, USA, am 14. April 2020.

Auch seien Krankenhäuser überfordert und Ärzte und medizinisches Personal mit dem Ansturm der Infizierten viel zu beschäftigt gewesen. "Als Ergebnis kam es zu verspäteten, fehlenden und falschen Berichten", erklärte der Beamte. Angaben zu einigen Todesfällen seien auch nicht vollständig gewesen.

Schließlich hätten die Behörden die vorliegenden Statistiken überarbeitet, um ein vollständiges Bild zu bekommen. Es gehe bei diesen Daten auch um die "Glaubwürdigkeit der Regierung", sagte der Beamte in einem indirekten Hinweis auf die Skepsis, ob die offizielle Statistik auch das wahre Ausmaß des Ausbruchs widerspiegelt.

China hat das Virus seinen Angaben zufolge weitgehend unter Kontrolle. Die nationale Gesundheitskommission berichtete am Freitag über 26 Neuinfektionen, darunter 15 "importierte" Fälle mit SARS-CoV-2 bei Reisenden und 11 neue lokale Ansteckungen. In China haben sich diesen Angaben nach bislang mehr als 82.000 Menschen infiziert, von ihnen seien rund 78.000 inzwischen genesen. Experten gehen allerdings von einer sehr hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle aus.

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