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Schutz vor Corona-Infizierten: Superreiche fliehen auf Luxusyachten

Schutz vor Corona-Infizierten: Superreiche fliehen auf Luxusyachten
Symbolbild zeigt die Superyacht "Eclipse" beim Auslaufen aus dem Hamburger Hafen. (16. April 2010)
Soziale Distanzierung ist der Schlüssel zur Sicherheit inmitten der Corona-Pandemie. Und welcher Ort ist besser geeignet als die hohe See, um alle Risiken fernzuhalten? Voraussetzung ist allerdings ein Geldvermögen, über das Normalsterbliche nicht verfügen.

von Chris Sweeney

Privatyachten gelten als Inbegriff des Luxus und sind das ultimative Statussymbol. Aber jetzt gelten sie dank der Corona-Pandemie als Bastion der Sicherheit – für die man jedoch ein Bankguthaben braucht, das dem BIP eines kleinen afrikanischen Landes entspricht.

Charterfirmen von Yachten haben ihre Werbestrategien bereits angepasst und beginnen damit, ihre Schiffe als die geeignetsten Orte zu bewerben, um sich selbst zu isolieren – und gesund zu bleiben. Die Sache ist einfach: Es gibt keine Chance, auf jemanden zu stoßen oder angehustet zu werden, während man auf hoher See über die Wellen gleitet. Allerdings ist es eine Option nur für die Reichen, mit Preisen zwischen 120.000 und 600.000 US-Dollar pro Woche, je nach Größe des Schiffes.

Im Privatjet mit dem eigenen Krankenpersonal zum Luxusbunker ans andere Ende der Welt fliegen – so gehen einige Superreiche durch die Corona-Krise (Symbolbild, Palexpo, Schweiz, 2019).

Während Tausende von hilflosen Passagieren den Albtraum ertragen mussten, dass ihre Kreuzfahrtschiffe in schwimmende Gefängnisse verwandelt wurden, da sich der Virus in ihnen rasch ausbreitet, ist das im Fall derjenigen, die über viel Geld verfügen, eine ganz andere Geschichte.

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Die Luxusyachten werden alle sorgfältig desinfiziert, bevor jemand an Bord kommt, und ihre jeweilige Besatzung wird auf das Virus getestet, bevor grünes Licht zum Einholen des Ankers gegeben wird.

Gegenüber dem Luxus-Lifestyle-Magazin Robb Report sagte Daniel Ziriakus, operativer Manager der Brokerfirma Northrop & Johnson: "Im Moment herrscht eine zusätzliche Wachsamkeit". Und Stefanos Makrymichalos, Geschäftsführer der International Yacht Company, erklärte:

Jede Yacht wird zwischen den jeweils an Bord gehenden Gruppen desinfiziert, die Luft wird auf den meisten Yachten gereinigt, und die Sauberkeitsstandards sind sehr hoch. Einige der Yachten verwenden spezielle Luftfilter, die die Ausbreitung von Krankheitserregern kontrollieren, und der Ozongenerator kann für zusätzliche sanitäre Einrichtungen von Raum zu Raum mitgenommen werden.

Es haben sich aber in den Zeiten der Pandemie nicht nur die Gründe geändert, die zum Auslaufen mit einer Yacht bewegen, sondern auch die Reiseziele. Die italienische Riviera ist normalerweise ein Hotspot, der nun aber aufgrund des Ausmaßes des Infektionsausbruchs in der Region gemieden wird.

Die Passagiere fragen die Charterunternehmen, ob sie Kurs auf normalerweise ungenannte Orte wie Norwegen oder Alaska nehmen können, da sie alleine bleiben und jeden Kontakt zu Infizierten vermeiden wollen.

Im Folgenden ein Blick auf einige der spektakulärsten Yachten der Welt und wo sie sich derzeit befinden.

Eclipse

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Die "Eclipse" läuft aus dem Hamburger Hafen aus. (16. April 2010)

Der russisch-israelische Oligarch Roman Abramowitsch ist im Besitz dieser großartigen Ingenieursleistung. Die "Eclipse" ist mit 162,5 Metern die viertlängste Yacht der Welt. Sie verfügt über zwei Schwimmbecken, von denen eines seine Tiefe verstellen kann, so dass es in eine Tanzfläche verwandelt werden kann.

Die Yacht verfügt über ein Anti-Paparazzi-Schild, um Digitalkameras zu blenden, und ein eigenes Raketenabwehrsystem. Zurzeit liegt sie direkt vor der Küste der Karibikinsel Saint-Barthélemy.

Kismet

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DIe "Kismet" im Hafen von Marseille. (9. Juni 2018)

Die "Kismet" ist eine der wertvollsten Besitztümer des US-amerikanisch-pakistanischen Moguls Shahid Khan, der sein Vermögen mit der Autokette Flex-N-Gate gemacht hat und dem das NFL-Team Jacksonville Jaguars gehört.

Die Yacht wurde vor kurzem im karibischen Sint Maarten gesichtet und befindet sich derzeit auf der Rückkehr nach Florida, wo Shahid lebt. Die Chancen stehen gut, dass er nach ihrer Ankunft an Bord geht und sich im gehobenen Stil selbst isoliert.

Flying Fox

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Die "Flying Fox".

Gerüchten zufolge gehört dieses 400 Millionen US-Dollar schwere Ungetüm dem Amazonas-Chef Jeff Bezos, was das Unternehmen aber bestreitet. Aber wer auch immer gerade an Bord der "Flying Fox" ist, befindet sich auf dem Weg ins private Bandos Island Resort auf den Malediven.

Flying Saucer 

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Die "Kingdom 5KR" im französischen Antibes. (11. September 2010)

James Bond war in "Sag niemals nie" an Bord dieses Schiffes, das unter dem Namen "Flying Saucer" ("Fliegende Untertasse") dem Filmbösewicht Largo gehörte. Im realen Leben war der saudische Milliardär Adnan Khashoggi ursprünglicher Eigentümer der 1980 vom Stapel gelaufenen Yacht, für den sie auch erbaut worden war.

Kingdom 5KR

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Als die Kingdom 5KR Donald Trump gehörte, wurde das Schiff auf "Trump Princess" getauft. (Antibes, 29. Januar 1991)

Spätere Eigentümer des Luxusschiffes waren der Sultan von Brunei und Donald Trump, der die Yacht in "Trump Princess" umbenennen ließ. Heute gehört das Schiff dem saudischen Prinzen al-Walid ibn Talal. Es verfügt über fünf Decks und elf opulente Suiten. Derzeit liegt die Yacht im Hafen von San Remo in Italien.

Aviva

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Die "Aviva" auf der Themse in London. (1. Juli 2018)

Diese Superyacht gehört dem Milliardär Joe Lewis, Eigentümer des englischen Fußballvereins Tottenham Hotspur FC und der Investmentfirma Tavistock Group. Auf seine Lieblingssportarten Tennis und Squash muss der britische Geschäftsmann an Bord nicht verzichten, denn die "Aviva" verfügt über einen entsprechenden Indoor-Court. Zurzeit liegt sie im Hafen von Fernandina Beach in Florida.

Gene Machine

Wenigstens ein Mensch, der reich genug ist, um sich eine Superyacht zu leisten, benutzt sie nicht nur, um etwas Abstand zwischen sich und uns Normalbürgern zu schaffen. Der Eigentümer der 55 Meter langen "Gene Machine", der Unternehmer Jonathan Rothberg, versuchte, an Bord der Yacht ein günstiges Heimtestkit für die vom Corona-Virus ausgelöste Lungenkrankheit COVID-19 zu entwickeln, mit dem jemand innerhalb von 30 Minuten wissen könnte, ob er sich infiziert hat.

RT bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Über den Autor: Der Filmregisseur Chris Sweeney hat für verschiedene britische Zeitungen und Magazine geschrieben, darunter The Times, The Sun und The Daily Record.

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