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"Londoner Patient": Weltweit zweiter HIV-Patient wahrscheinlich geheilt

"Londoner Patient": Weltweit zweiter HIV-Patient wahrscheinlich geheilt
Symbolbild: Tabletten eines HIV-Patienten
Timothy Ray Brown alias "Berliner Patient" wurde als erster Mensch von HIV geheilt. Nun gibt es Ergebnisse von einem "Londoner Patienten": Bei dem Mann ist etwa 2,5 Jahre nach Beendigung der Anti-HIV-Therapie kein funktionsfähiges HI-Virus mehr nachweisbar gewesen.

Bei dem "Londoner Patienten" soll es sich um einen 40-jährigen Mann handeln, der aus Venezuela stammt und später nach London zog. Adam Castillejo war im Jahr 2003 HIV-positiv getestet worden. Er wolle nun ein "Botschafter der Hoffnung" sein, sagte er in einem Interview mit der NY Times.

Eine Gruppe um den Mediziner Ravindra Gupta von der University of Cambridge berichtet in der Fachzeitschrift The Lancet, dass der Patient neben HIV eine Blutkrebserkrankung hatte und zuvor eine spezielle Stammzellspende erhalten habe. Die Forscher betonen, dass die Stammzelltherapie eine Hochrisikobehandlung sei, die für die meisten HIV-Patienten nicht infrage komme.

Obwohl antiretrovirale Medikamente gut gegen HIV wirken, können sie das Virus aus dem Körper nicht vollständig entfernen. Mit Hilfe von Medikamenten kann der Erreger allerdings in Schach gehalten werden. Beim "Londoner Patienten", wie auch beim "Berliner Patienten" Timothy Ray Brown, der seit dem Jahr 2011 als geheilt gilt, wurde das Immunsystem durch eine Stammzelltherapie neu aufgebaut. Der Stammzellspender hatte dabei jeweils eine seltene Mutation, die ihn immun gegen das HI-Virus macht. Sie führt dazu, dass die Zellen kein CCR5-Rezeptor bilden, den die meisten HI-Viren benötigen, um an eine Zelle anzudocken, in der sie sich vermehren könnten.

Auch der "Berliner Patient" Timothy Ray Brown hatte eine Form von Blutkrebs. Der Forscher Ravindra Gupta sagte: 

Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Erfolg der Stammzelltransplantation als Heilung für HIV, über den erstmals vor neun Jahren beim Berliner Patienten berichtet wurde, wiederholt werden kann.

Das Team um Gupta untersuchte zahlreiche Flüssigkeits- und Gewebeproben des "Londoner Patienten". Die Wissenschaftler fanden in einigen Proben zwar noch Teile des Erbguts von HI-Viren. Sie gehen jedoch davon aus, dass es sich dabei um "fossile" DNA-Stränge handelt, die nicht zu einem vermehrungsfähigen Virus gehören. Viele andere Daten, etwa die stark zurückgegangene Anzahl HIV-spezifischer Antikörper, wiesen darauf hin, dass das Virus aus dem Körper des Patienten verschwunden sei, schreiben die Forscher.

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