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Schriftsteller Stephen King löscht Facebook-Profil und kritisiert soziales Netzwerk

Schriftsteller Stephen King löscht Facebook-Profil und kritisiert soziales Netzwerk
Der Autor und Preisträger Stephen King bei der PEN America Literary Gala am 22. Mai 2018 in New York, USA.
Der US-amerikanische Schriftsteller Stephen King hat sein Konto bei Facebook gelöscht. Er begründete den Schritt mit der Sorge um die Sicherheit seiner persönlichen Daten und der Flut falscher Informationen, die in der politischen Werbung erlaubt seien.

Der Schriftsteller Stephen King erklärte, dass er sein Facebook-Konto gelöscht hat. Er begründete seine Entscheidung mit der Sorge um die Sicherheit seiner persönlichen Daten. Er schrieb auf Twitter:

Symbolbild: Polizisten beobachten die Bildschirme im Videoüberwachungs-Kontrollraum der Polizeidirektion in Nizza.

Ich verlasse Facebook. Ich fühle mich weder in der Flut falscher Informationen wohl, die in der politischen Werbung erlaubt sind, noch vertraue ich auf die Fähigkeit [Facebooks], die Privatsphäre der Nutzer zu schützen.

Auch der umstrittene Milliardär George Soros kritisierte Facebook scharf. Der Gründer des Hedgefonds Soros Fund Management veröffentlichte einen Artikel in der New York Times, in dem er die Entfernung Mark Zuckerbergs aus der Facebook-Führung forderte. Laut dem US-Milliardär soll das soziale Netzwerk "die Quellen der Verbreitung provokativer und wissentlich falscher Inhalte verbergen". Soros behauptete, dass die Leitung des Netzwerks keine ausreichenden Maßnahmen übernimmt, um diejenigen zu bestrafen, die unwahre Behauptungen verbreiten.

Der Investor, dessen Vermögen nach Schätzungen von Bloomberg 6,7 Milliarden US-Dollar übersteigt, glaubt zudem, dass Zuckerberg US-Präsident Donald Trump unterstützt, weil es angeblich einige geheime Absprachen zwischen ihnen gibt.

Facebook wurde bereits mehrfach scharf für Verstöße gegen die Regeln der Sammlung und Speicherung von Nutzerdaten kritisiert. So berichtete die New York Times im März 2018, dass es Cambridge Analytica gelungen sei, die persönlichen Daten von zig Millionen Facebook-Nutzern zu sammeln, um einen Algorithmus zur Analyse der politischen Präferenzen der Wähler zu entwickeln. Untersuchungen der Funktionsweise der Algorithmen für soziale Netzwerke wurden von den zuständigen Regulierungsbehörden in vielen Ländern der Welt initiiert. So stimmte Facebook im Oktober 2019 zu, im Fall von Cambridge Analytica 500.000 Pfund (ungefähr 595.000 Euro) an Großbritannien zu zahlen, weigerte sich aber, eine Schuld anzuerkennen.

Stephen King ist Autor von mehr als 50 Romanen, von denen fast 350 Millionen Exemplare verkauft wurden. Sein erster Roman "Carrie" erschien Mitte der 1970er-Jahre, gefolgt von dem Roman "Shining", der ihm ersten Ruhm einbrachte. Im Jahr 2003 erhielt er die Medaille der National Book Foundation für seinen herausragenden Beitrag zur US-amerikanischen Literatur, 2014 wurde ihm zudem die National Medal of Arts verliehen.

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