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Yo! Hier kommt der neue Bürgermeister von London

Yo! Hier kommt der neue Bürgermeister von London
Will dem politischen Establishment in Großbritannien zeigen, wo der Hammer hängt: Drillminister.
"Trump wurde auch nicht ernst genommen", sagt der Rapper Drillminister und spielt damit auf seine Kandidatur als Bürgermeister der britischen Hauptstadt an. Der dauermaskierte Musiker setzt bei seiner Bewerbung neben fetten Beats auf die "Macht der Straße".

von Timo Kirez

Der britische Rapper Drillminister hat angekündigt, bei den diesjährigen Bürgermeisterwahlen in London als Kandidat anzutreten. Inspiriert habe ihn unter anderem der Wahlerfolg von Donald Trump in den USA. Drillminister, der in der Öffentlichkeit stets eine Sturmmaske trägt, möchte bei den bevorstehenden Wahlen am 7. Mai den amtierenden Bürgermeister Sadiq Khan von der Labour-Partei ablösen.

Der 49-jährige Khan strebt eine Wiederwahl an, nachdem er im Jahr 2016 gegen den konservativen Kandidaten Zac Goldsmith einen klaren Wahlerfolg erzielt hatte. Neben Drillminister und Khan bewerben sich auch der konservative Shaun Bailey und der ehemalige Tory-Politiker Rory Stewart, der nun als unabhängiger Kandidat auftritt.

Drillminister sagte in einem Interview mit der Huffington Post, dass Trump bewiesen habe, dass auch ein Außenseiter eine wichtige Wahl gewinnen könne.  

Die Leute haben Donald Trump nicht ernst genommen, als er kandidierte. [Jetzt] ist er der mächtigste Mann der Welt.

Der Rapper griff auch vor seiner Kandidatur des Öfteren politische Themen in seiner Musik auf. So wirft er den britischen Politikern gerne auch mal "Heuchelei" vor. Sein Name ist eine Anspielung auf die Stilrichtung "Drill", die ein dem "Gangsta-Rap" verwandtes Subgenre des Hip-Hop ist. Drillminister wurde einem größeren Publikum bekannt, als er im Jahr 2018 einen Track mit dem Titel "Political Drilling" veröffentlichte, für den er Originalzitate von britischen Abgeordneten verwendet hatte. Die Zitate sollen belegen, dass Politiker, die Rapmusikern gerne Gewaltverherrlichung vorwerfen, auch keine Unschuldslämmer sind.

So hört man in dem Track beispielsweise Ex-Finanzminister George Osborne über Theresa May sagen: "Ich werde nicht ruhen, bis sie zerhackt in der Tiefkühltruhe liegt." Die Labourpolitikerin Jess Phillips wiederum drohte damit, den ehemaligen Labour-Parteichef Jeremy Corbyn "nur von vorne abstechen" zu wollen. Gerade die sogenannte "Drill-Szene" wird von Politikern in Großbritannien immer wieder mit Bandengewalt in Verbindung gebracht.

Drillminister sagte gegenüber der Huffington Post, dass er plane, die Politiker während des Wahlkampfs "in die Schranken zu weisen". Weiter sagte er:

Sie werden die Macht der Jugend sehen. Sie werden die Macht der Straße sehen. Sie werden die Macht eines jeden einzelnen Arbeiters sehen – jeden Tag.

Er meine es ernst mit seiner Kandidatur und strebe "Veränderungen für London" an. Außerdem seien seine Mitbewerber ohnehin "keine richtigen Londoner". Er wisse, wie es in seiner Stadt wirklich zugehe:

Die Menschen versuchen nur, einen Weg durch dieses Labyrinth, das wir das Leben in London nennen, zu finden. Und ich denke, wir brauchen einen Bürgermeister, der dem ähnelt, was die Menschen als Londoner erkennen, im Gegensatz zu jemandem, der ihnen diktiert, was ein Londoner ist.

Sein geplantes Wahlprogramm soll unter anderem Zusagen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und der Obdachlosigkeit beinhalten. Auch sein Großvater, der im Zweiten Weltkrieg gekämpft hat, sei eine Inspiration für ihn gewesen:

Wenn also das Opfer meines Großvaters, das er gebracht hat, um sicherzustellen, dass wir heute alle frei sein können und ich die Möglichkeit habe, die Menschen dazu zu bringen, für mich zu stimmen, nicht gut genug ist, dann weiß ich nicht, was die Menschen unter Demokratie verstehen. Denn das ist es, wofür Drillminister steht: Demokratie.

Die Journalistin Polly Boiko, Macherin und Moderatorin der Sendung ICYMI auf RT International, führte ein ausführliches Interview mit dem Musiker (in englischer Sprache mit englischen Untertiteln):

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