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"Nacht der Solidarität": Berlin zählt erstmals obdachlose Menschen in der Hauptstadt

"Nacht der Solidarität": Berlin zählt erstmals obdachlose Menschen in der Hauptstadt
Genau 3.725 Berliner haben sich für die erste Obdachlosenzählung in der Hauptstadt angemeldet. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag werden sie in Gruppen von 3 bis 7 Personen durch die Straßen Berlins laufen und Menschen erfassen, die auf der Straße leben.

Jede Gruppe hat eine Teamleitung, alle Mitglieder haben sich freiwillig gemeldet und bekommen kein Geld für ihren Einsatz. Lediglich die Fahrt mit der BVG ist in dieser Nacht für sie gratis. Erkennbar sind die Teams an ihren blauen Westen. Mit dabei haben sie ein Klemmbrett mit Fragebogen und eine Karte, die ihren Zählkreis zeigt. Das Projekt läuft unter dem Namen "Nacht der Solidarität". 

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey mit dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Richard Lutz, am Bahnhof Zoo, Berlin, Deutschland, 18. Dezember 2019.

Am Mittwoch um 19 Uhr treffen sich die Freiwilligen in einem der 62 Zählbüros der Stadt und erhalten dort letzte Informationen und Anweisungen. Für die deutsche Hauptstadt Berlin ist es das erste Mal, dass eine Obdachlosenzählung stattfindet. Die Initiative geht von der Senatsverwaltung für Soziales aus. Man sei nach eigenen Angaben darauf vorbereitet, dass es hier und da noch Probleme geben wird und nicht alles glatt verlaufen wird. 

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Nach bisherigen Planungen werden 617 Teams zwischen 22.00 Uhr und 01.00 Uhr auf festgelegten Routen durch die zwölf Stadtbezirke Berlins laufen. Dabei dürfen sie sich nur auf öffentlich zugänglichen Bereichen bewegen. Alte Fabrikgelände zum Beispiel dürfen nicht betreten werden. Obdachlose auf U-Bahnhöfen werden nach Dienstschluss vom BVG-Personal gezählt. 

Die Beantwortung von fünf Fragen an die Erfassten ist freiwillig und bleibt anonym. Wer nicht antworten möchte, wird lediglich gezählt. Wer schläft, darf nicht geweckt werden. Alle angetroffenen Menschen werden höflich "gesiezt".

Geregelt wird das alles in einem Verhaltenskodex. Der besagt auch: Keine Fotos, keine Posts, keine Namen, keine Presse. Stefan Strauß, Sprecher der Senatsverwaltung für Soziales, betont:

Das ist keine Obdachlosen-Safari.

Erfasst werden sollen laut Fragebogen das Alter, das Geschlecht, die Nationalität (Deutsch, EU, Andere), seit wann die Person keinen festen Wohnsitz mehr hat und ob sie alleine oder mit anderen Menschen auf der Straße lebt. Die Zählung allein löst zweifelsohne nicht die Probleme der obdachlosen Menschen, sie soll aber Zahlen und Erkenntnisse liefern, um Angebote für jene Menschen zu verbessern, die auf der Straße leben.

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