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Katholiken-Orden gibt Missbrauch von 175 Kindern zu

Katholiken-Orden gibt Missbrauch von 175 Kindern zu
Katholiken-Orden gibt Missbrauch von 175 Kindern zu (Archivbild)
Der katholische Orden Legionäre Christi hat den sexuellen Missbrauch von 175 Minderjährigen durch 33 seiner Priester zugegeben. Zu diesem Ergebnis kam eine interne Untersuchung, die den Orden von seiner Gründung im Jahr 1941 bis heute unter die Lupe genommen hatte.

In einem am späten Samstagabend veröffentlichten Kommentar teilte die religiöse Organisation mit, dass mindestens 60 der Kinder und Jugendlichen von dem im Jahr 2008 gestorbenen Ordensgründer Marcial Maciel Degollado missbraucht worden seien. Fünf der übrigen Täter seien inzwischen ebenfalls gestorben, acht seien aus dem Priesteramt ausgeschieden, ein weiterer habe den Orden verlassen. 18 seien weiterhin Mitglieder des Ordens.

Von den 18 im Orden verbleibenden Priestern nähmen 14 keine öffentlichen priesterlichen Aufgaben mehr wahr, hieß es weiter. Die anderen vier hätten keinen seelsorglichen Kontakt zu Minderjährigen:

Die Kongregation will die Ergebnisse dieser Studie bekannt machen, damit all seine Mitglieder und Mitarbeiter gemeinsam daran arbeiten, den sexuellen Missbrauch von Kindern auszurotten.

Der aus Mexiko stammende Marcial Maciel Degollado war im Alter von 87 Jahren gestorben. Neben seinen pädophilen Neigungen hatte er auch drei Kinder mit zwei Frauen. In den 1990er Jahren wurden erstmals öffentlich Vorwürfe gegen ihn laut. Der Vatikan reagierte aber erst im Jahr 2006, als der damalige Papst Benedikt XVI. ihn zum Rückzug in ein Leben "des Gebets und der Reue" aufforderte. Der Geistliche galt als enger Vertrauter von Benedikts Vorgänger Papst Johannes Paul II. (dpa)

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