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Die Verschmelzung von Mensch und Maschine in der modernen Kriegstechnologie

Die Verschmelzung von Mensch und Maschine in der modernen Kriegstechnologie
Detailansicht eines Stan Winston Endoskeletts aus dem Film Terminator 2.
Bis ins Jahr 2050 könnte das US-Militär in der Lage sein, hoch entwickelte Cybertechnologien in Kampfverbänden zu implementieren. Eine neue Studie des US-Verteidigungsministeriums bringt interessante, aber auch besorgniserregende Tatsachen hervor.

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In der Studie mit dem Titel "Cyborg-Soldat 2050: Die Fusion von Mensch und Maschine – Auswirkungen auf die Zukunft" untersuchte die Arbeitsgruppe "Biotechnologien, Gesundheit und menschliche Leistung" des US-Verteidigungsministeriums mehrere Entwicklungen im Bereich neuer Technologien. Diese sollen die menschliche Leistung bei der Umsetzung militärischer Zielvorgaben steigern und effektiver machen. Auch geht es um die ethischen, rechtlichen und sozialen Auswirkungen dieser Technologien:

Die Studiengruppe prognostiziert, dass Technologien zur Verbesserung der Interaktion von Mensch und Maschine vor dem Jahr 2050 allgemein verfügbar und stetig weiterentwickelt werden. Dies ist weitgehend auf die zivile Nachfrage in der Bioökonomie zurückzuführen, die sich auf dem heutigen globalen Markt in einem frühen Entwicklungsstadium befindet.

Taktische Vorteile durch neuronale Vernetzung

Aus der Analyse geht hervor, dass die Entwicklung "direkter neuronaler Verbindungen des menschlichen Gehirns für den direkten Datenaustausch eine revolutionäre Verbesserung der militärischen Fähigkeiten" der Zukunft bewirken wird. In weniger als einem halben Jahrhundert würden spezielle neuronale Implantate im Gehirn des Trägers dessen Interaktion mit Waffensystemen, Aufklärungsdrohnen und Truppen ermöglichen, so der Bericht. Räumliche Entfernungen spielen hierbei keine Rolle mehr, da die Verbindungen über ein zentrales Netzwerk und das (militärische) Internet hergestellt werden:

Die Möglichkeit eines direkten Datenaustauschs zwischen menschlichen neuronalen Netzen und mikroelektronischen Systemen könnte die Kommunikation mit taktischen Einsatzelementen revolutionieren, den Wissenstransfer in der gesamten Befehlskette beschleunigen und letztendlich die Unsicherheiten in der Kriegsführung minimieren.

Gehirnimplantate und künstliche Augäpfel für Spezialeinheiten

Das Verfahren zur Implantation einer solchen Technologie könnte "invasiv sein und Methoden beinhalten, bei denen Mikroelektroden direkt in Regionen des Gehirns implantiert oder über die Oberfläche des Gehirns ausgebreitet werden", so der Bericht weiter. Nicht-invasive Methoden, wie die Verwendung von Elektroden auf der Kopfhaut, können ebenfalls genutzt werden.

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Insbesondere Angehörige von Spezialeinheiten würden diese Art von Technologien akzeptieren, da sie deutliche Verbesserungen der eigenen Fähigkeiten, der individuellen Überlebenschancen und der Gesamtüberlegenheit auf dem Schlachtfeld umfassen. Den Nutzern würden "verbesserte Rechenfunktionen geboten, die die Identifizierung, Auswahl und gemeinsame Nutzung von Daten mit anderen Personen oder militärischen Systemen ermöglichen". Dies schließt enorme Leistungssteigerungen im Bereich des Sehvermögens mit ein, ist aber mit drastischen invasiven Maßnahmen verbunden:

Der Augapfel selbst wird komplett ersetzt und die Daten werden direkt in das optische Nervenbündel hinter dem Auge geleitet. Die sensorischen Eingaben für die Visualisierung wären vollständig mechanisch oder elektronisch in der Zusammensetzung, was Datenfeeds aller Art und über alle Spektren hinweg ermöglichen würde, einschließlich derjenigen, die zuvor von Menschen nicht visualisiert werden konnten. Die Entwicklung von implantierbaren Schnittstellen mit hoher Bandbreite, die Nerven auf individueller neuronaler Ebene stimulieren, wird einen bidirektionalen Datentransfer ermöglichen. Im Wesentlichen wäre das Auge völlig künstlich und in der Lage, jegliche Art von Sinnesdaten aufzunehmen und sie zur Interpretation direkt in das Gehirn einzuspeisen.

Soziale Assimilierung als Vorläufer

Aus dem Haftungsausschluss des Berichtes geht hervor, dass die Forschungsergebnisse "keine offizielle Politik oder Position der US-Regierung" sind. Das US-Verteidigungsministerium müsse für diese neuen Technologien zuerst rechtliche, sicherheitstechnische und ethische Rahmenbedingungen schaffen, heißt es. Das Pentagon solle auch weitere Grundlagenforschungen über Technologien zur Verschmelzung von Mensch und Maschine unterstützen, "bevor sie eingesetzt werden, um langfristige Sicherheit zu gewähren und die Auswirkung auf Einzelpersonen und Gruppen zu verfolgen".

Der Bericht erkennt aber auch das Problem, dass die Nutzung dieser Technologien von der Öffentlichkeit möglicherweise nicht akzeptiert wird. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, "sollten Anstrengungen unternommen werden, um negative kulturelle Narrative hinsichtlich der neuen Technologien umzukehren." Die Studiengruppe empfiehlt daher:

Eine realistischere und ausgewogenere Berichterstattung und Transparanz, die dazu dienen sollen, die Öffentlichkeit bei der Einführung dieser Technologien besser zu erziehen, gesellschaftliche Befürchtungen abzumildern und Hindernisse bei der Einführung zu beseitigen.

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