icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Stadtverwaltung von Madrid bietet 100.000 Euro im Kreuzzug gegen Mönchssittiche an

Stadtverwaltung von Madrid bietet 100.000 Euro im Kreuzzug gegen Mönchssittiche an
100.000 Euro für Ausrottung: Stadtverwaltung von Madrid kündigt Kreuzzug gegen Mönchssittiche an (Symbolbild)
Mönchssittiche sind in Spanien zu einem großen Problem geworden: Die dortige Population der invasiven Spezies zählt inzwischen rund 24.000 Vögel, die Hälfte davon lebt in Madrid. Die Stadtverwaltung will nun gegen die südamerikanischen Papageien entschieden vorgehen.

Mönchssittiche sind zwar in Südamerika beheimatet. In freier Wildbahn kann man ihnen aber auch in Spanien begegnen. In dem EU-Land gelten die südamerikanischen Papageien inzwischen als invasive Spezies, nachdem man sie in den 1980er-Jahren für das beste Begleittier gehalten hat. Heute bedrohen die schrill grünen Vögel das Ökosystem der Iberischen Halbinsel.      

Eine von der Ornithologischen Gesellschaft Spaniens durchgeführte Studie weist in erster Linie auf die Sicherheitsgefahr hin, welche die bis zu 200 Kilo wiegenden Nester der Mönchssittiche darstellen können, wenn sie plötzlich aus luftiger Höhe herunterfallen.

Die Zahl der Mönchssittiche ist in den letzten Jahren in Madrid um 33 Prozent gestiegen. Experten-Berichte fordern wegen einer Bedrohung für das Ökosystem und für die öffentliche Gesundheit schnelle Maßnahmen, um die Verbreitung dieser Vögel zu kontrollieren", steht im Tweet der Madrider Stadtverwaltung.

Eine weitere Gefahr der aus Südamerika eingeführten Spezies besteht in der Verbreitung von Krankheiten, obwohl dieses Risiko eher gering ist, da Menschen eher mit anderen Tierarten in Kontakt treten.

Programm zu Fuchs-Ausrottung auf Tasmanien findet keinen Fuchs - trotzdem als erfolgreich gewertet

Für das spanische Ökosystem sind die Mönchssittiche insofern schädlich, weil sie sich gegenüber einheimischen Vögeln aggressiv verhalten, mit ihnen um Nahrung konkurrieren und sie aus ihren Brutzonen verscheuchen. Mit ihren lauten Schreien stören die geselligen Papageien auch Menschen: Im Jahr 2018 sind bei den Stadtbehörden 209 Beschwerden eingegangen, bis August dieses Jahres waren es bereits 197 – fast so viel wie im gesamten Vorjahr.

Vor diesem Hintergrund will die Stadtverwaltung von Madrid die lästige Spezies so gut wie auslöschen. Der Abgeordnete Borja Carabante hat einen radikalen Plan vorgelegt, der die Stadtbehörden im kommenden Jahr 100.000 Euro kosten wird – rund 8 Euro für jeden erlegten Mönchssittich. Die Kampagne soll sich auf drei Aktivitäten konzentrieren: fangen, schlachten, das Schlüpfen von Küken verhindern.

Mehr zum ThemaAustralien schafft katzenfreie Zone: 44-Kilometer-Zaun schützt endemische Fauna vor Samtpfötchen

Die für die Maßnahme zuständige Behörde für Artenvielfalt findet, dass es ideal wäre, die invasive Vogelart in Madrid komplett zu beseitigen. Da dies aber nur äußerst schwer zu arrangieren wäre, sollte die Zahl der Mönchssittiche auf 500 reduziert werden. Ornithologen sehen darin einen konzeptuellen Fehler. Juan Carlos Moral von der Ornithologischen Gesellschaft Spaniens.:

Entweder man eliminiert sie alle oder gar nicht, denn in drei Jahren werden sie sich wieder vermehrt haben und wir werden dann für das Problem auch in Zukunft zahlen müssen.

Bisher hat die Stadtverwaltung von Madrid lediglich Maßnahmen ergriffen, die eine Reduzierung der südamerikanischen Vögel und die Abschaffung ihrer Nester vorsehen. Um eine komplette Ausrottung ging es bislang nicht.

Mehr zum ThemaNeuseeland entwickelt Kaninchenvirus 2.0

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen