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USA, Großbritannien und Australien fordern von Facebook Hintertür für Strafverfolgungsbehörden

USA, Großbritannien und Australien fordern von Facebook Hintertür für Strafverfolgungsbehörden
Symbolbild
US-Generalstaatsanwalt William Barr und andere Beamte forderten Facebook-Chef Mark Zuckerberg in einem Brief auf, den angekündigten Ausbau der Datenverschlüsselung beim Online-Netzwerk nicht ohne eine Hintertür für Strafverfolgungsbehörden umzusetzen.

Dies sei wichtig, um Kinder vor Gewalt und sexuellem Missbrauch zu schützen sowie Kriminalität und Terrorismus zu bekämpfen, erklärten die Regierungsvertreter in einem offenen Brief an den Facebook-Chef. Allein im Jahr 2018 meldete Facebook fast 17 Millionen Fälle möglichen Kindesmissbrauchs. Mit der geplanten Verschlüsselung wären rund 12 Millionen Fälle davon aber wahrscheinlich nicht bemerkt worden, heißt es in dem Schreiben.

Unternehmen sollten ihre Systeme nicht so gestalten, dass sie jeglichen Zugang zu Inhalten verhindern – auch um schwerwiegende Verbrechen zu verhindern oder diese zu untersuchen.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg

Der Brief ist zwar auf Freitag datiert, ein Vorabexemplar lag der New York Times aber schon am Donnerstag vor.

Zuckerberg hatte im Frühjahr angekündigt, dass Facebook den Einsatz der Datenverschlüsselung stark ausbauen will. So sollen Facebooks Chatdienste WhatsApp und Messenger sowie die Kommunikations-Funktion des Fotodienstes Instagram auf eine gemeinsame technische Plattform mit sogenannter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung umgestellt werden. Bei der Komplett-Verschlüsselung sind Inhalte grundsätzlich nur für Absender und Empfänger im Klartext sichtbar. Auch Facebook hätte keinen Zugriff darauf. Damit können verbotene oder problematische Inhalte beispielsweise auch nicht mehr mit Hilfe von Analysesoftware aufgespürt werden. WhatsApp hat bereits standardmäßig eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, beim Messenger kann sie für vertrauliche Chats zugeschaltet werden.

Datenverschlüsselung ist insbesondere nach den Enthüllungen von Whistleblower Edward Snowden über die ausufernde Internet-Überwachung durch den US-Abhördienst NSA und seine Partnerdienste verstärkt eingesetzt worden. Snowden kritisierte die Forderungen der Beamten als die "womöglich größte Verletzung der Privatsphäre in der Geschichte".

Zuckerberg räumte am Donnerstag vor Mitarbeitern ein, dass eine Datenverschlüsselung für Behörden eine Herausforderung sei – vergleichbar mit einem Kampf mit verbundenen Händen. Zugleich sei Facebook überzeugt, dass die Vorteile einer Verschlüsselung die Nachteile überwiegen würden.

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(rt deutsch / dpa)

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