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Durch KI: Zwölf-Stunden-Arbeitswoche könnte die Norm werden

Durch KI: Zwölf-Stunden-Arbeitswoche könnte die Norm werden
Jack Ma und Elon Musk auf der World Artificial Intelligence Conference am 29. August in Schanghai, China
Auf der World Artificial Intelligence Conference in Schanghai meinte der Mitbegründer der Alibaba-Gruppe Jack Ma, dass die Arbeitszeit pro Woche durch künstliche Intelligenz auf zwölf Stunden reduziert werden könnte. Dafür sei es aber ein neues Ausbildungssystem nötig.

Zusammen mit Tesla-Chef Elon Musk sprach Ma auf der Konferenz in der chinesischen Metropole Schanghai über die Entwicklung der künstlichen Intelligenz. Diese Technologie könne die Menschen bei der Arbeit entlasten und dafür sorgen, dass die Arbeitszeit zum Teil massiv verringert werden kann. Damit hätten die Menschen dann "mehr Zeit, sich des menschlichen Daseins zu erfreuen", so Ma. Doch dafür brauche es ein Umdenken im Ausbildungssystem:

Ein humanoider Roboter arbeitet Seite an Seite mit Menschen in einer Fabrik der Firma Glory Ltd., Tokio, Japan, 1.Juli 2015.

Während der nächsten zehn, 20 Jahre sollte jedes menschliche Wesen, jedes Land, jede Regierung, sich darauf fokussieren, das Ausbildungssystem zu reformieren, um sicherzustellen, dass unsere Kinder einen Job finden können. Einen Job, der nur drei Tage in der Woche, vier Stunden am Tag erfordert. Wenn wir das Ausbildungssystem nicht verändern, das wir jetzt haben, werden wir alle in Schwierigkeiten geraten.

"Ich mache mir keine Sorgen wegen der Jobs", meinte der Milliardär weiter und zeichnete ein optimistisches Bild der künftigen Arbeitswelt mit künstlicher Intelligenz. Er glaube nicht daran, dass durch KI Jobs wegfallen könnten. "Computer haben nur Chips, Menschen haben ein Herz. Vom Herzen kommt die Weisheit."

Bezüglich der Reformation des Ausbildungs- und Arbeitsmodells sagte Ma, dass diese an die technologische Entwicklung angepasst werden müsse. Gegenwärtig sei die Arbeitswelt noch auf das industrielle Zeitalter eingestellt, doch Maschinen werden die Menschen in Zukunft bei monotonen Arbeiten überholen und effizienter werden. Deshalb sollte das künftige Ausbildungssystem so ausgelegt werden, dass es den Menschen hilft, kreativ zu werden.

Elon Musk gab ihm Recht und verwies auf sein Neuralink-Projekt, bei dem versucht wird, das menschliche Gehirn mit KI zu verbinden.

"So, wie die Ausbildung jetzt läuft, ist es wirklich eine sehr geringe Bandbreite, es ist extrem langsam, (und) Vorlesungen sind die Schlimmsten", sagte der Tesla-Chef. "Wenn man mit Neuralink unterwegs ist, kann man einfach jedes Thema sofort hochladen, es wird wie die Matrix sein."

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