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UNESCO erkennt Erzgebirge und Augsburger Wassermanagement-System als Weltkulturerbe an

UNESCO erkennt Erzgebirge und Augsburger Wassermanagement-System als Weltkulturerbe an
UNESCO erkennt Erzgebirge und Augsburger Wassermanagement-System als Weltkulturerbe an. Auf dem Bild: Blick vom Schellenberg in Augustusburg auf die Erzgebirgslandschaft
Seit Tagen berät das Welterbe-Komitee der UNESCO in Aserbaidschan über einzigartige Kultur- und Naturschätze. Seit Samstag gehören auch die Montanregion Erzgebirge und das Wassermanagement-System in Augsburg zum Welterbe – neben anderen gut 40 Stätten in Deutschland.

Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) hat die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří als Weltkulturerbe anerkannt. Das Komitee nahm das historische Bergbaugebiet in Sachsen und Böhmen in Tschechien am Samstag auf seiner Sitzung in Aserbaidschans Hauptstadt Baku in die Liste des schützenswerten Erbes der Welt auf. Delegierte sprachen von einem "Meisterwerk menschlicher Kreativität". Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer dankte für die Anerkennung. Das Projekt sei ein Beispiel für internationale Zusammenarbeit.

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Die Region wollte eigentlich schon vor wenigen Jahren das UNESCO-Siegel erhalten. Nach Bedenken des Weltdenkmalrats wurde die Bewerbung aber zurückgezogen und überarbeitet. Nun klappte es nach 20 Jahren auf der Vorschlagsliste für den Welterbe-Titel. Die Region bewarb sich auf sächsischer Seite mit 17 und auf tschechischer Seite mit fünf Bestandteilen um den Titel.

Die ausgewählten Denkmäler, Natur- und Kulturlandschaften repräsentieren als Zeugen einer 800-jährigen Geschichte die wichtigsten Bergbaugebiete und Epochen des sächsisch-böhmischen Erzbergbaus.

Am selben Tag wurde auch das Wassermanagement-System in Augsburg in die Weltkulturerbe-Liste aufgenommen. Das historische Wassersystem war noch von den Römern gegründet worden. Im Mittelalter begann dann die systematische Nutzung des Wassers auch als Wirtschaftsfaktor. Die zahlreichen quer durch die Stadt gezogenen Kanäle dienten unter anderem als Energielieferant für die Textilindustrie: Wasserräder trieben Mühlen, Hammer- und Pumpwerke an. Kreativ wurde das Wasser auch bei der 1609 fertiggestellten Stadtmetzgerei verwendet. Der Vordere Lech wurde direkt durch die "Stadtmetzg" geleitet, um so in dem Gebäude das Fleisch kühlen und gleichzeitig Abfälle entsorgen zu können.

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Im vergangenen Jahrhundert kam das Augsburger Wasser dann 1972 zu olympischen Ehren. Bei den Münchner Sommerspielen wurden die Kanu-Wettbewerbe in der schwäbischen Nachbarstadt ausgetragen. Nach wie vor wird die Strecke regelmäßig für internationale Wettkämpfe genutzt. Heute kann man das historische Wassersystem noch an mehr als 20 Stationen erleben, besonders die Lechkanäle in der Altstadt prägen nach wie vor das Stadtbild.

Zur Entscheidung bei der diesjährigen Sitzung standen insgesamt 36 Anträge. Der gemeinsam mit Österreich, der Slowakei und Ungarn eingereichte Antrag zum Donaulimes scheiterte jedoch, weil Budapest kurzfristig Änderungswünsche hatte.

Die Sitzung des UN-Komitees findet in diesem Jahr in Aserbaidschans Hauptstadt Baku statt. Sie dauert noch bis 10. Juli. Aktuell stehen mehr als 1.000 Kultur- und Naturstätten aus 167 Ländern auf der Liste, darunter mehr als 40 in Deutschland. (dpa)

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